Wie das Spiel Carcassonne das Preisgericht verdeutlicht

Bei dem beliebten Strategiespiel „Carcassonne“ werden im Laufe des Spiels Punkte gezählt – für jede vollendete Stadt oder Straße und für die vollständig umbauten Klöster. Doch die wichtigste Zählung kommt erst am Ende des Spiels. Hier wird nämlich auch alles Unfertige gezählt, vor allem aber auch die Bauern, die im Laufe des Spiels auf den Wiesen lagen. Gerade diese Bauern können bei der Wertung das Blatt wenden und einen Spieler zum Gewinner machen, der vorher weit hinter den anderen zurück lag. Wer rechtzeitig seine Bauern geschickt hingelegt hat, kann am Ende einen größeren „Lohn“ erhalten, als jemand, der während des Spiels „die Nase vorn“ zu haben schien.

Das illustriert gleich mehrere biblische Aussagen:

1Tim 5,24-25: Die Sünden mancher Menschen sind allen offenbar und kommen vorher ins Gericht; manchen aber folgen sie auch nach. Gleicherweise sind auch die guten Werke allen offenbar; und die, mit welchen es sich anders verhält, können auch nicht verborgen bleiben.

Die „Bauern“ bei Carcassonne werden von den Mitspielern manchmal übersehen. So bleibt in unserem Leben manches unbemerkt, bis es bei der Wertung am Richterstuhl Christi ans Licht kommt:

1Kor 4,5: Darum richtet nichts vor der Zeit, bis der Herr kommt, der auch das im Finstern Verborgene ans Licht bringen und die Absichten der Herzen offenbar machen wird; und dann wird jedem das Lob von Gott zuteilwerden.

Quelle

Töws, Heinrich (CMV)

Zur Merkliste hinzugefügt
Zur Liste

Anmelden