Was mancher Sohn von seinem Vater denkt

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Im Alter von acht Jahren: „Mein Vater ist sehr gescheit, er weiß alles.“ Im Alter von vierzehn Jahren: „Mein Vater ist doch nicht so gescheit, wie ich glaubte: er weiß nicht alles.“ Im Alter von achtzehn Jahren: „Mein Vater weiß eigentlich sehr wenig, da weiß ich viel mehr.“ Im Alter von zweiundzwanzig Jahren: „Mein Vater versteht die neue Zeit nicht, ich kann mich mit ihm nicht mehr verständigen, er ist gar nicht auf der Höhe.“ Im Alter von dreißig Jahren: „Ich frage mich manchmal, ob mein Vater nicht doch in manchem Recht hat.“ Im Alter von vierzig Jahren: „Mein Vater ist im Grunde doch ein gescheiter Mann, ich muss ihm meistens Recht geben.“ Im Alter von fünfzig Jahren: „Jetzt verstehe ich meinen Vater vollkommen, er hat einen festen Standpunkt und lässt sich nicht von jeder Neuheit imponieren. Er hat eben bewährte Grundsätze und einen festen Halt.“ D. Benz

Quelle

Haug, Martin: Er ist unser Leben (Verlag von J.F.Steinkopf in Stuttgart, 1941)

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