Zehn Jahre nach dem zweiten Weltkrieg besuchten einige Deutsche eine Gruppe Christen in Polen. Sie machten klar, dass es ihnen um den Aufbau neuer Beziehungen zwischen den beiden Völkern ging. Ob die polnische Seite damit einverstanden wäre? Nach einigen Minuten Schweigen meldete sich ein Pole zu Wort: „Was Sie erbitten, ist unmöglich! So etwas können wir nicht vergeben!“ Ehe die Gruppe sich verabschiedete, beteten sie noch das Vaterunser. Als sie jedoch zu der Bitte Jesu und vergib uns unsere Schuld, wie auch wie vergeben unseren Schuldigern kamen, hörte jeder auf zu beten. Nach einer Weile meldete sich der Pole wieder: „Auf Ihre Frage muss ich Ihnen doch mit Ja antworten, wie soll ich das Vaterunser jemals beten können? Menschlich gesehen kann ich nicht, aber Gott wird mir dabei helfen.“ Philip Yancey, Gnade ist nicht nur ein Wort, Brockhaus + Franz, 1999
Vergebung erst beim Vaterunser
Bibelreferenzen: Markus 11,25, Markus 11,26, Matthäus 6,14, Matthäus 6,15, Matthäus 18,35
Schlagwörter: Vergebung, Vergebungsbereitschaft
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