Der amerikanische Prediger George Truett berichtet: „Ich wuchs in einer großen Familie, auf dem Lande, auf einer Farm auf. Vater ging mit den größeren Geschwistern arbeiten, während ich, damals 6 Jahre alt, mein vierjähriger Bruder und Mutter Zuhause blieben. Oft habe ich Mutter weinen gesehen. Auf meine Frage bekam ich zur Antwort, ich sei noch zu jung, um das zu verstehen. Ich sollte mir aber keine Sorgen um Mutter machen. Abends, wenn alle Arbeit getan war, hörte ich Mutter oft sagen: Bleibt hier, ich möchte jetzt alleine sein. Weinend ließ sie uns und kam lächelnd zurück. Einmal wollten wir sehen, was sie tut und wieso sie immer fröhlich zurückkehrt. Wir schlichen ihr nach, bis zum Sommerhaus. Von dort konnten wir sie sehen und auch hören. Mit dem Gesicht zur Erde gekehrt betete sie: „Herr Jesus, ich kann ohne deine Hilfe die Buben nicht so erziehen, wie du willst. Ohne deine Hilfe werden sie scheitern. Ich weiß nicht, was ich ihnen sagen und raten soll. Ohne deine Hilfe kann ich ihnen keine rechte Mutter sein. Lehre und leite du mich.“ Später, als ich Jesus nachfolgte und ein Mann war, habe ich Mutter verstanden. Sie war die größte Christin, die ich kannte.
Truett über seine Mutter
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