Wahrscheinlich würden viele Christen Psalm 137,9 aus der Bibel streichen. – Nach dem Massaker unter Armeniern in der Türkei kam ein christlicher Sozialarbeiter in ein Dorf, in dem fast jeder Mann umgebracht wurde und 1.500 Waisen im Dorf herumirrten. Er verteilte seine Nahrungsmittel an die Frauen und Kinder und hielt einen Gottesdienst ab. Als er vorschlug, sie sollten eines ihrer Kirchenlieder singen, antworteten sie ihm, dass sie seit dem Massaker nicht mehr gesungen hätten. Es ist leicht, diesen Vers zu beanstanden, doch Spurgeon hat Recht: „Menschen, die nie erlebt haben, dass ihre Gotteshäuser verbrannt, ihre Städte verwüstet, ihre Frauen vergewaltigt und ihre Kinder erschlagen wurden, können diesen Vers ruhig beanstanden, im anderen Fall würden sie sich möglicherweise nicht sehr taktvoll ausdrücken.“ Starke Gefühle gegen unmenschliche Gewalttätigkeit sind nicht falsch, wenn sie als Schrei an Gott gerichtet werden. Aber stellen Sie das Ergebnis ihm anheim. nach Petersen, Psalmen, Lieder des Lebens, Hänssler, 2001
Seit dem Massaker nicht mehr gesungen
Bibelreferenz: Psalm 137,9
Schlagwörter: Anfechtung, Verführung, Wert des Gesangs, Gesang, Singen
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