In der Nähe von Ulm beschäftigte 1907 eine Fabrik 1400 Menschen. Nur wenige wissen, dass ihre Arbeitgeberin, Margarete Steiff, seit ihrer frühsten Kindheit behindert ist. Mit anderthalb Jahren erkrankte sie an Kinderlähmung, sie konnte nicht gehen und auch ihre Hände machten nicht mit. Im Rollstuhl fuhr sie zur Schule. Die Ärzte konnten ihr nicht helfen und eine weitere Kur lehnte sie ab: „Vater, wir werden nicht fahren. Mir ist klar geworden: Die kranken Füße hat er da oben mir zugedacht. Solange wir dagegen angehen, werde ich nicht zur Ruhe kommen. Erst wenn ich ‚Ja‘ sage, finde ich Frieden.“ Sie nähte fleißig Mäntel, daneben Stofftiere für Kinder, die einen großen Absatz fanden.
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