Es verfolgte einmal ein Fürst bei einer Jagd in der Nähe eines breiten, morastigen Grabens einen weißen Hamster. Als das Tier bis an diesen Graben gekommen war, warf es sich, statt durch den breiten Schlammgraben zu schwimmen und so das andere Ufer zu erreichen, am Ufer winselnd nieder. Verwundert schaute der Fürst auf das wimmernde Tier, ohne es zu töten. Auf Befragen erklärte ein erfahrener Jäger dem Fürsten das sonderbare Verhalten des Tieres. Er sagte, die Eigentümlichkeit dieses Tieres sei, sein weißes Kleid nicht zu beflecken, es ziehe deshalb den Tod vor. Der Fürst war ergriffen von dieser Erklärung. Er nahm das Tier mit sich, welches ihm von da an wie ein Hund nachfolgte, und von dieser Zeit trug er in seinem Wappenschilde, und sein Geschlecht, einen weißen Hamster. Du und ich aber, nicht wahr, wir wollen es uns merken: Lieber sterben als das weiße Kleid beflecken!
Lieber sterben als das weiße Kleid beflecken!
Bibelreferenzen: Offenbarung 3,4, Jakobus 1,27, Prediger 9,8, 2.Petrus 3,14, 2.Korinther 7,1
Schlagwörter: Treue, Heiligung, Vollkommenheit, Standhaftigkeit
| Quelle | Andrae, Hedwig: Komm zum Heiland! (Konstanz: Buch- und Kunstverlag Carl Hirsch A.-G.) |
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