Aus seiner Studentenzeit in Heidelberg berichtete Martin Kruse, Bischof von Berlin-Brandenburg bis 1994 und ehemaliger Vorsitzender des Rates der EKD (1985-1991): Hanns Lilje predigte in Mannheim und er wollte gerne den bekannten Pfarrer hören. Er kratzte die letzten Pfennige zusammen und fuhr hin. Für den Rückweg erhoffte er sich, mit dem Wagen mitgenommen zu werden. Bischof Lilje aber forderte vor der Kollekte die Anwesenden auf, ihren Geldbeutel einfach umzustülpen und zu opfern. „Sie werden nicht ärmer“, betonte er. Student Martin hatte nun wirklich keinen Pfenning mehr. Ein Mann erbarmte sich seiner, brachte ihn nach Heidelberg, und lud ihn auch noch zum Abendessen in seine Familie ein. Beim Abschied steckte der Arzt noch einen Schein in die Jackentasche des Studenten. Kruse war auf einmal reicher als vor der Fahrt nach Mannheim! (idea spektrum 50/2000)
Kruse opfert, und wird reicher!
Schlagwörter: Gebefreudigkeit, Freigebigkeit, Haushalterschaft, Umgang mit Geld
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