Eine unserer Schwestern in Daljnegorsk nahm ihren sechsjährigen Enkel mit in den Garten. Eben war er noch neben ihr, da hörte sie Bremsen quietschen und sah, wie ein Auto den Jungen erfasste. Wanja war sofort tot. Ich (der Pastor) fuhr sofort zu ihr hin. „Michail, warum hat Gott das zugelassen?“ Das war ihre einzige Frage. Wanjas Eltern sind ungläubig und machten der Mutter Vorwürfe: „Warum hast du ihn mitgenommen?“ Bei der Beerdigung durften wir weder singen noch Gott erwähnen. Vor dem Unfall aber ereigneten sich einige merkwürdige Dinge: Wanjas Onkel wollte ihm ein Auto schenken, er lehnte ab: „Ich brauche es sowieso nicht.“ Die Großmutter zeigte mir ein Bild, das Wanja vor einigen Wochen gemalt hatte: Ein nächtlicher Himmel, unten die grüne Erde und drei Kreise. Das war alles. In den zwei Kreisen auf der Erde stand: ‚Mama‘ und ‚Oma‘. Im anderen Kreis, der im Himmel stand, war ‚Wanja‘ zu lesen. Rundbrief 18, Michail Kutscherenko, Daljnegorsk, September 2003
Kindliche Vorahnung?
Schlagwörter: Leid, Leiden, Not, Gottes Führung, Gottes Vorsehung
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