Der Hauptirrtum vieler Prediger ist der, dass sie sich zu viel quälen mit Studieren und zu wenig beten. Daher geht es oft so langsam voran mit der Arbeit, daher so wenig wahre, bleibende Frucht ihres Tuns … Kein Prediger wird nachhaltige Frucht schaffen, wenn er nicht ein Vorbild der Herde geworden ist. Wie mancher donnert auf der Kanzel gewaltig gegen die Sünde und spricht sehr lieblich von den Gütern des ewigen Lebens, aber sobald er herabgestiegen ist, sieht man an ihm weder die Kraft, das eigene sündige Herz zu bekämpfen, noch den Willen, die hochgepriesenen geistlichen Güter selber zu genießen. Es ist, als ob sein Christentum in dem ausgezogenen Talar stecken geblieben wäre. Er ist sofort wieder der witzige Gesellschafter, der heitere Lebemensch. A. Pagel, Pastor Alfred Christlieb, VLM, 1983
Der Hauptirrtum vieler Prediger
Schlagwörter: Vorbild, Die Person des Predigers, Anspruch an Prediger
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