Ein Mensch hat Gelegenheit, Himmel und Hölle zu besichtigen. In der Hölle findet er abgemagerte, verhärmte Gestalten um reich gedeckte Tische sitzen. Die herrlichsten Speisen stehen vor ihnen: Karpfen und Forellen, Wild und Geflügel, Braten und Pasteten, Salate und Obst, Torten und Desserts. Aber der ganze Reichtum ist für sie unerreichbar, denn ihre Arme sind so mit Gipsbinden umwickelt, dass sie steif sind. Sie bekommen ihre Hand nicht zum Mund. Entsetzt wendet sich der Besucher ab und wird weiter zum Himmel geführt. Hier findet er eine ebenso reichlich gedeckte Tafel. Auch hier sitzen Menschen um den Tisch mit geschienten steifen Armen. Aber im Gegensatz zur Hölle herrscht hier ein fröhliches Treiben, ein himmlisches Schmatzen. Die Gesichter strahlen Freude und Dankbarkeit aus. Einer führt dem anderen die Leckerbissen in den Mund. „Das haben diese Leute“, erklärt der Begleiter dem Besucher, „schon auf der Erde gelernt und getan.“
Den Himmel auf Erden lernen
Schlagwörter: Barmherzigkeit, Nächstenliebe, Gutes tun, Güte
| Quelle | Schäfer, Heinz: Mach ein Fenster dran (Christliches Verlagshaus GmbH) |
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| Ort in Quelle | 956 |
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