Eine Missionarin war eben in Japan angekommen. Ihr Herz, so erzählte der Evangelist Kimura, brannte in Liebe und im Feuer des Heiligen Geistes. Die Sprache kannte sie nicht, aber die Menschen liebte sie. Und sie wollte so gerne bald die japanischen Jungen, die ohne Gott in der Welt lebten, zum Herrn führen. Aber wie? – Reden konnte sie nicht. Dennoch sammelte sie etwa 24 Knaben, gab ihnen je eine japanische Bibel in die Hand und ließ sie darin lesen. Sie selber hatte ihre einige Bibel vor sich. Die Jungen kamen wieder und wieder. „Denn“, sagte Kimura, „die Frau hatte den Heiligen Geist.“ Eines Tages mussten die Knaben die Geschichte der Kreuzigung lesen. Plötzlich sahen sie, wie der Missionarin die Tränen hell die Wangen herabflossen – und dann fiel sie weinend auf die Knie – und in heißem Flehen betete sie zu dem, der da starb und nun lebt, dass Er doch die Knaben retten mochte. Und 24 Jungen weinten mit und gaben ihre Herzen dem Heiland hin. Von diesen Jungen sind so und so viele tüchtige Männer geworden, und Kimura, ein Mann voll Glauben und Freude, ist einer von ihnen. „Als ich“, erzählte er, „nach Hause kam und meinem Vater sagte, dass ich ein Christ sei, bekam ich zunächst eine tüchtige Tracht Prügel, danach sollte ich umgebracht werden. Aber statt dessen bekehrten sich bald mehrere Glieder meiner Familie. Später kam ich nach Amerika zu Moody und nun durchziehe ich Japan und predige das Wort vom Kreuz.“


Aberglaube / Spiritismus / Wahrsagerei / Zauberei