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	<title>Richtgeist &#8211; CMV-Beispielsammlung</title>
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	<title>Richtgeist &#8211; CMV-Beispielsammlung</title>
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		<title>Die Fehler der anderen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 23 Oct 2023 12:20:28 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[In Skethe in Ägypten sprachen einst die versammelten Christen viel miteinander über die Fehler anderer. Lange schwieg der Altvater Prior. Endlich ging er hinaus, füllte einen Sack mit Sand, legte ihn auf seinen Rücken und trug ein wenig Sand in einem Körbchen vor sich her. So trat er wieder zu den Brüdern herein, die ihn<div class="more-link">
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										<content:encoded><![CDATA[<p>In Skethe in Ägypten sprachen einst die versammelten Christen viel miteinander über die Fehler anderer. Lange schwieg der Altvater Prior. Endlich ging er hinaus, füllte einen Sack mit Sand, legte ihn auf seinen Rücken und trug ein wenig Sand in einem Körbchen vor sich her. So trat er wieder zu den Brüdern herein, die ihn fragten, was das bedeuten solle. &#8222;Der Sack auf meinem Rücken&#8220;, antwortete er, &#8222;sind meine Sünden. Ich habe ihn deswegen auf meinen Rücken gelegt, weil ich ihn nicht gern sehe. Dafür trage ich die Fehler meiner Brüder vor mir, denn es macht mir Freude, sie zu beschauen.&#8220; Da schwiegen die anderen beschämt.</p>
<p>aus &#8222;Neues und Altes&#8220;</p>
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		<title>Nach einem Leisten</title>
		<link>https://beispielsammlung.cmb-oase.de/produkt/nach-einem-leisten/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 23 Oct 2023 12:19:31 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Zur Zeit des bekannten geistlichen Liederdichters Woltersdorf lebte ein bekehrter Schuhmacher, der die üble Gewohnheit hatte, über alle die Christen, die nicht gerade dieselben Anfechtungen und Kämpfe gehabt und nicht dieselben Erfahrungen im Christentum gemacht hatten wie er, kurzweg abzuurteilen. Eines Tages ließ ihn Woltersdorf zu sich kommen und sagte zu ihm: &#8222;Meister N., nehme<div class="more-link">
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Zur Zeit des bekannten geistlichen Liederdichters Woltersdorf lebte ein bekehrter Schuhmacher, der die üble Gewohnheit hatte, über alle die Christen, die nicht gerade dieselben Anfechtungen und Kämpfe gehabt und nicht dieselben Erfahrungen im Christentum gemacht hatten wie er, kurzweg abzuurteilen.</p>
<p>Eines Tages ließ ihn Woltersdorf zu sich kommen und sagte zu ihm: &#8222;Meister N., nehme er mir doch das Maß zu einem Paar Stiefel!&#8220; &#8222;Sehr gern, Herr Konsistorialrat&#8220;, entgegnete der Schuster und maß die Stiefel an. &#8222;So, jetzt messe er auch meinem Sohne ein Paar an&#8220;, sagte Woltersdorf weiter. Der Schuhmacher verneigte sich und war ganz glücklich. Als er das Maß wieder zusammengewickelt hatte, fuhr Woltersdorf fort: &#8222;Aber, hör er wohl, Meister N., eins muss ich noch sagen: Mache er meine und meines Sohnes Stiefel nach einem Leisten!&#8220; &#8222;Aber, Herr Rat, das geht doch nicht!&#8220; &#8222;Warum soll&#8217;s nicht gehen, probier er&#8217;s nur einmal!&#8220; &#8222;Nein, das ist unmöglich, wenn die Stiefel jedem passen sollen.&#8220; Darauf erwiderte Woltersdorf mit freundlichem Ernst: &#8222;Wenn es so mit den Stiefeln ist, so wird&#8217;s auch wohl bei den Menschen so sein, und Gott wird nicht jeden nach demselben Leisten bekehren müssen.&#8220;</p>
<p>Aus &#8222;Neues und Altes&#8220;</p>
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		<title>Auch Christen sündigen, aber anders!</title>
		<link>https://beispielsammlung.cmb-oase.de/produkt/auch-christen-suendigen-aber-anders/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 23 Oct 2023 12:14:37 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Mir ist aufgefallen, dass die Christen dazu neigen, den Menschen böse zu sein, die anderes sündigen als sie selbst, hat mir einmal jemand gesagt, ein Mann, der ein Aids-Hilfswerk leitet. Genau dasselbe habe auch ich beobachtet. Philip Yancey, Warum ich heute noch glaube, Brockhaus, 2002]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Mir ist aufgefallen, dass die Christen dazu neigen, den Menschen böse zu sein, die anderes sündigen als sie selbst, hat mir einmal jemand gesagt, ein Mann, der ein Aids-Hilfswerk leitet. Genau dasselbe habe auch ich beobachtet. Philip Yancey, Warum ich heute noch glaube, Brockhaus, 2002 </p>
]]></content:encoded>
					
		
		
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		<item>
		<title>Wenn der andere es macht&#8230;</title>
		<link>https://beispielsammlung.cmb-oase.de/produkt/wenn-der-andere-es-macht/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 23 Oct 2023 12:10:49 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Es ist schon komisch &#8211; wenn ein anderer für eine Sache viel Zeit braucht, ist er langsam, wenn mir das passiert, bin ich gründlich. Wenn der andere es überhaupt nicht macht, ist er faul, wenn ich es nicht mache, bin ich zu beschäftigt. Wenn der andere es ohne Aufforderung macht, überschreitet er seine Kompetenzen, wenn<div class="more-link">
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist schon komisch &#8211; wenn ein anderer für eine Sache viel Zeit braucht, ist er langsam, wenn mir das passiert, bin ich gründlich. Wenn der andere es überhaupt nicht macht, ist er faul, wenn ich es nicht mache, bin ich zu beschäftigt. Wenn der andere es ohne Aufforderung macht, überschreitet er seine Kompetenzen, wenn ich es ohne Aufforderung mache, zeige ich Initiative. Wenn der andere zu seiner Meinung steht, ist er dickköpfig, wenn ich das tue, bin ich nur konsequent. Wenn der andere mal gegen ein paar Anstandsregeln verstößt, ist er ein ungehobelter Klotz, wenn ich so etwas tue, beweise ich Souveränität. Wenn der andere so handelt, ist er eklig, wenn du es tust, sinds die Nerven. Wenn er auf seiner Meinung beharrt, ist er eigensinnig, wenn du es tust, ist es Standhaftigkeit. Wenn er deine Freunde nicht mag, hat er Vorurteile, wenn du seine nicht leiden kannst, beweist du deine Menschenkenntnis. Wenn er versucht, dir entgegenzukommen, will er sich einschmeicheln, wenn du es tust, bist du taktvoll. Wenn er Zeit braucht, etwas zu tun, ist er tödlich langsam, wenn du Ewigkeiten brauchst, handelst du überlegt. Wenn er sich an Kleinigkeiten klammerst, ist er verschroben und pedantisch, wenn du es tust, bist du gewissenhaft. Richten bedeutet kritisieren, ein negatives Bild von dem andern haben, Vermutungen über den andern anstellen, die übertrieben und falsch sind und seinem Ruf schaden. (Swindoll/Zeit der Gnade, S.182) </p>
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		<title>Der Teufel im Spiegel</title>
		<link>https://beispielsammlung.cmb-oase.de/produkt/der-teufel-im-spiegel/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 23 Oct 2023 12:08:01 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[C. H. Spurgeon: Ihr könnt in andern große Fehler sehen, aber, mein Bruder, sorge dafür, dass du jeden Morgen in deinen Spiegel siehst, und du wirst &#8211; es sei denn, dass dein Auge schwach ist &#8211; ebenso viele Fehler sehen. Wenn dieser Spiegel dir dein eigenes Herz zeigen könnte, würdest du es dann wagen, je<div class="more-link">
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										<content:encoded><![CDATA[<p>C. H. Spurgeon: Ihr könnt in andern große Fehler sehen, aber, mein Bruder, sorge dafür, dass du jeden Morgen in deinen Spiegel siehst, und du wirst &#8211; es sei denn, dass dein Auge schwach ist &#8211; ebenso viele Fehler sehen. Wenn dieser Spiegel dir dein eigenes Herz zeigen könnte, würdest du es dann wagen, je wieder hineinzuschauen? Ich fürchte, du würdest den Spiegel zertrümmern wollen. Der alte John Berridge &#8211; so seltsam er auch oft war, so gut war er doch &#8211; hatte in seinem Zimmer eine Anzahl Porträts von verschiedenen Predigern hängen, und dann auch in einem ganz gleichen Rahmen einen Spiegel. Er pflegte seine Freunde oft in dieses Zimmer zu führen und zu ihnen zu sagen: &#8222;Dies ist Calvin, dies ist Luther, dies ist John Bunnyan,&#8220; und, indem er den Gast dann vor den Spiegel führte, pflegte er hinzuzufügen: &#8222;und dies ist der Teufel.&#8220; Wenn dann der Freund sagte: &#8222;Aber das bin ich ja selbst!&#8220;, antwortete er: &#8222;Ach, der Teufel steckt leider in uns allen!&#8220; Da wir so unvollkommen sind, sollten wir andere nicht verurteilen. </p>
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		<title>Wenn ich das gewusst hätte</title>
		<link>https://beispielsammlung.cmb-oase.de/produkt/wenn-ich-das-gewusst-haette/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 23 Oct 2023 12:03:07 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[In seinen berühmten &#8222;Erinnerungen eines alten Mannes&#8220; erzählt W. von Rügelgen von einem seiner Bekannten, der &#8222;die Güte und Zuvorkommenheit selbst war&#8220;, für gewöhnlich nämlich. Denn bisweilen kannte er mich nicht und ließ meinen Gruß nicht nur auf der Straße, sondern selbst in der Akademie unerwidert. Ich glaubte daher, er müsse unter sehr eigentümlichen Aufwallungen<div class="more-link">
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										<content:encoded><![CDATA[<p>In seinen berühmten &#8222;Erinnerungen eines alten Mannes&#8220; erzählt W. von Rügelgen von einem seiner Bekannten, der &#8222;die Güte und Zuvorkommenheit selbst war&#8220;, für gewöhnlich nämlich. Denn bisweilen kannte er mich nicht und ließ meinen Gruß nicht nur auf der Straße, sondern selbst in der Akademie unerwidert. Ich glaubte daher, er müsse unter sehr eigentümlichen Aufwallungen an übler Laune leiden, bis ich erfuhr, dass er auf einem Auge blind sei, daher ihm von dieser Seite auch seine besten Freunde entgehen konnten. Daran fügt der Schriftsteller die feine Bemerkung. &#8222;Ehe man ein Recht hat, sich beleidigt zu fühlen, soll man erst zusehen, ob jemandem vielleicht ein ganzer oder halber Sinn fehlt.&#8220; </p>
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			</item>
		<item>
		<title>Der Richtgeist &#8211; des Teufels bester Diener</title>
		<link>https://beispielsammlung.cmb-oase.de/produkt/der-richtgeist-des-teufels-bester-diener/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 23 Oct 2023 12:03:07 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Der Teufel hielt einmal Musterung unter seinen bösen Geistern. Dem, der ihm am besten diente, wollte er eine Krone geben. Da kamen sie alle in langem Zug: Der finstere Hass, die Unversöhnlichkeit, die schillernde Unkeuschheit, die Augenlust, der dürre Geiz, die Geldgier, die freche Lüge, die Unlauterkeit, alle loben sich aber keinem wird die Krone<div class="more-link">
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Der Teufel hielt einmal Musterung unter seinen bösen Geistern. Dem, der ihm am besten diente, wollte er eine Krone geben. Da kamen sie alle in langem Zug: Der finstere Hass, die Unversöhnlichkeit, die schillernde Unkeuschheit, die Augenlust, der dürre Geiz, die Geldgier, die freche Lüge, die Unlauterkeit, alle loben sich aber keinem wird die Krone zuteil. Da tritt aus dem Dunkel noch ein unscheinbarer Geist hervor. Ruhig und siegesgewiss steht er vor seinem finsteren Meister und spricht: &#8222;Mir gebührt die Krone. Ich habe meine Wohnung bei jedem Menschen. Die Kinder schon dienen mir, und noch die Alten kommen nicht von mir los. Freche Sündendiener sind meine Freunde, aber auch keinem guten Christen bin ich unbekannt. Ja, gerade bei den ganz Frommen bin ich zu Haus, und sie merken es sogar selbst nicht. Wer sich mit mir einlässt, fällt schnell und ganz unversehens in viele kleine, feine Sünden, die dann, alle vereint, den zu Fall bringen, der meinte, so fest zu stehen. Mancher liegt das ganze Leben lang mit mir im Kampf und besiegt mich nicht. Wo ich bin, da kehren bald alle guten Geister den Rücken, zuerst unser ärgster Feind die vielgepriesene Liebe!&#8220; Immer größere Lust und Befriedigung malen sich in des Satans Zügen: &#8222;Und wie heißest du, mein fleißiger Diener?&#8220; &#8211; &#8222;Viele  Namen hab ich für einen. Überall da bin ich zu finden, wo man gern schlechtes über den Nächsten redet, da, wo man mit geheimer Lust Nachteiliges über ihn hört, da, wo man nichts entschuldigen will, wo man nichts zum besten kehrt. Nenne mich Verleumdung, Richtgeist, &#8211; oder auch nur Üble Nachrede, du triffst mich mit alldem.&#8220; Und in hellem Triumph schließt er: &#8222;Suche dir auf der ganzen Erde einen Menschen, der mir nicht dient. Findest du den, so gib die Krone einem anderen.&#8220; Da gab ihm der Teufel die Krone und alle bösen Geister stimmten mit ein: Ihm gebührt der Preis! </p>
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			</item>
		<item>
		<title>Der Scheinwerfer</title>
		<link>https://beispielsammlung.cmb-oase.de/produkt/der-scheinwerfer/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 23 Oct 2023 12:03:05 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Es ist grad wie bei den Scheinwerfern im Krieg. Wie ein riesiges böses Auge schaut&#8217;s und schaut&#8217;s aus ihnen heraus und merkt sich alles, und nachher kommt dann der Granatenschuss und schlägt ein, wo das Auge hingespäht hat. So, sage ich, haben wir alle einen Scheinwerfer in uns, mit dem beleuchten wir haarscharf die Schwächen<div class="more-link">
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist grad wie bei den Scheinwerfern im Krieg. Wie ein riesiges böses Auge schaut&#8217;s und schaut&#8217;s aus ihnen heraus und merkt sich alles, und nachher kommt dann der Granatenschuss und schlägt ein, wo das Auge hingespäht hat. So, sage ich, haben wir alle einen Scheinwerfer in uns, mit dem beleuchten wir haarscharf die Schwächen und Fehler der andern, und nachher, wenn wir meinen, jetzt können wir sicher zielen, schießen wir, nicht mit Granaten, aber mit Geschossen, die viel gefährlicher sind als Granaten, weil sie nicht nur den Leib, sondern die Seele treffen: mit Worten! Oh, wie scharf sehen wir da, wenn wir auf andere sehen! Bei uns selbst merken wir nicht das geringste, aber bei andern alles. Grad wie das Mädchen, das ich einmal beobachtete, wie es seinem jüngeren Schwesterchen wehrte, Schnee zu essen, und im selben Augenblicke eine große Ladung sich ins Mäulchen stopfte. So eine Heuchlerin! Und merkte es nicht einmal! Ja, als ich mich nicht enthalten konnte, sie auf ihr seltsames Betragen aufmerksam zu machen, da hatte sie sofort die Antwort bereit: ,Das ist etwas ganz anderes, ich bin älter!&#8216; Seht mir da den kleinen Rechthaber und Unfehlbaren! Oh, schon die kleinen Kinder sind&#8217;s: Unfehlbar selbst &#8211; nur die andern haben die Fehler. Aus: H. Kutter, &#8222;Das Bilderbuch Gottes&#8220;. </p>
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			</item>
		<item>
		<title>Wir messen mit zweierlei Maß</title>
		<link>https://beispielsammlung.cmb-oase.de/produkt/wir-messen-mit-zweierlei-mass/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 23 Oct 2023 12:00:22 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[In dem Buch von James Keller &#8222;Du kannst die Welt verwandeln&#8220; heißt es an einer Stelle: Wenn der andere so handelt, ist er eklig. Wenn du es tust, sind&#8217;s Nerven. Wenn er bei seiner Meinung beharrt, ist er eigensinnig. Wenn du es tust, ist es eben Standhaftigkeit. Wenn er deine Freunde nicht mag, hat er<div class="more-link">
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										<content:encoded><![CDATA[<p>In dem Buch von James Keller &#8222;Du kannst die Welt verwandeln&#8220; heißt es an einer Stelle: Wenn der andere so handelt, ist er eklig. Wenn du es tust, sind&#8217;s Nerven. Wenn er bei seiner Meinung beharrt, ist er eigensinnig. Wenn du es tust, ist es eben Standhaftigkeit. Wenn er deine Freunde nicht mag, hat er Vorurteile. Wenn du seine nicht leiden kannst, beweist du einfach deine Menschenkenntnis. Wenn er versucht, entgegenzukommen, will er sich einschmeicheln. Wenn du es tust, bist du taktvoll. Wenn er Zeit braucht, etwas zu tun, ist er tödlich langsam. Wenn du Ewigkeiten brauchst, bist du bedachtsam. Wenn er sich an Kleinigkeiten klammert, ist er verschroben, wenn du es tust, bist du pünktlich. Wir richten mit zweierlei Maß. Der andere zieht immer den kürzeren. Uns selbst billigen wir auf jeden Fall mildernde Umstände zu. Bei uns ist dies und das erklärlich, bei dem anderen eine Frechheit. Wir ziehen ihn nach unten, damit wir um so höher steigen können. Aber haben wir je daran gedacht, dass drei Finger auf uns selbst zurückweisen, wenn wir mit einem auf den anderen zeigen? Wer über einen anderen zu Gericht sitzt, ihn verleumdet oder schlecht macht, ist unwahrhaftig gegen sich. selbst. Wer Gott ernst nimmt und sein Gericht, weiß, dass wir alle im gleichen Boot sitzen. Uns vergeht die üble Nachrede, weil wir uns unter den Augen Gottes richtig einschätzen. Jedes böse Wort fliegt wie ein Bumerang auf uns zurück. &#8222;Denn mit welchem Maß ihr messt, wird euch gemessen werden.&#8220; </p>
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			</item>
		<item>
		<title>Alles hat zwei Seiten</title>
		<link>https://beispielsammlung.cmb-oase.de/produkt/alles-hat-zwei-seiten/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 23 Oct 2023 12:00:22 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Von dem bekannten elsässischen Pfarrer Oberlin wird erzählt, er habe über seinem Schreibtisch ein Bild hängen gehabt, das von rechts gesehen bläulich und von links rötlich schimmerte. Kam nun ein Brautpaar zu ihm, um die Trauung zu bestellen, dann ließ er den Bräutigam das Bild von rechts betrachten und die Braut von links, oder umgekehrt.<div class="more-link">
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			</div>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Von dem bekannten elsässischen Pfarrer Oberlin wird erzählt, er habe über seinem Schreibtisch ein Bild hängen gehabt, das von rechts gesehen bläulich und von links rötlich schimmerte. Kam nun ein Brautpaar zu ihm, um die Trauung zu bestellen, dann ließ er den Bräutigam das Bild von rechts betrachten und die Braut von links, oder umgekehrt. Dann fragte er die beiden, welche Farbtönung das Bild habe, und die Antwort fiel natürlich verschieden aus. Dann sagte Oberlin: &#8222;Wechselt nun die Plätze!&#8220; Und wenn das geschehen war, stellte er noch einmal die gleiche Frage und erhielt darauf von jedem der Brautleute die der vorigen entgegengesetzte Antwort. Daran knüpfte der Pfarrer die Lehre: &#8222;Wenn ihr einmal in eurer Ehe eine Meinungsverschiedenheit oder einen Streit habt, so tut dasselbe, was ich euch vorhin vor dem Bild geraten habe. Wechselt die Plätze, stellt euch in Gedanken auf die andere Seite, versetzt euch in seine Lage und beurteilt von hier aus das, worüber ihr gestritten habt.&#8220; Jedes Ding hat mindestens zwei Seiten. In der Regel sehen wir nur eine, und unser Urteil ist fertig. Diese Einseitigkeit schafft Spannungen, Streit und verhärtet die Herzen. Versetzen wir uns mal in die Lage des anderen. Sehen wir mal das Problem durch die Brille des anderen. Aber es erfordert Selbstverleugnung und Nächstenliebe. Wir müssen herunter vom Sockel unserer Selbstgerechtigkeit. Denn Richten ist lieblos und macht selbstherrlich. Richtet nicht, &#8222;denn mit dem Urteil, mit dem ihr richtet, werdet ihr gerichtet werden&#8220;, sagt Jesus. Das gilt hier und dort. </p>
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