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	<title>Liebe zum Geld &#8211; CMV-Beispielsammlung</title>
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	<title>Liebe zum Geld &#8211; CMV-Beispielsammlung</title>
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		<title>Spielsüchtige Eltern</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 23 Oct 2023 12:20:05 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Auf dem evangelischen Friedhof in Ems steht über einem Kindergrab ein Kreuz, damit hat es folgende Bewandtnis: In Ems gab es früher eine Spielhölle. Da saß ein Russe, der schon in Wiesbaden viel Geld verloren hatte, mit seiner Frau am Spieltisch und setzte die geborgten Goldstücke, eins nach dem andern, und sah sie in die<div class="more-link">
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Auf dem evangelischen Friedhof in Ems steht über einem Kindergrab ein Kreuz, damit hat es folgende Bewandtnis: In Ems gab es früher eine Spielhölle. Da saß ein Russe, der schon in Wiesbaden viel Geld verloren hatte, mit seiner Frau am Spieltisch und setzte die geborgten Goldstücke, eins nach dem andern, und sah sie in die nimmersatte Kasse des Bankhalters rollen, eins nach dem andern. Wusste auch, dass sein Kind in dem Gasthof krank lag und ohne Pflege von Mutter und Vater an der Bräune stöhnte und sich geängstigt hin- und herwand. Der erste Kellner kommt und sagt dem Russen ins Ohr: &#8222;Die Kinderfrau lässt Ihnen sagen, Ihr Kind stirbt.&#8220; &#8222;Gleich, ich komme gleich&#8220;, antwortet der Spieler, der eben mit verstörter Miene seine Goldstücke dahinschwinden sieht. Der zweite Kellner kommt und sagt der Russin ins Ohr: &#8222;Die Kinderfrau lässt Ihnen sagen, Ihr Kind liegt im Sterben.&#8220; &#8222;Gleich, ich komme gleich&#8220;, sagte die Spielratte von Mutter. Genug &#8211; &#8211; noch zehn Minuten und das letzte Goldstück ist verspielt, und im Gasthof ist am Erstickungstod das arme Kind verschieden. Auf dem Kirchhof schläft der kleine Fremdling, vom Kreuz herab leuchtet Psalm 27 Vers 10: &#8222;Mein Vater und meine Mutter verlassen mich, aber der Herr nimmt mich auf!&#8220;</p>
<p>aus &#8222;Neues und Altes&#8220;</p>
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		<title>Pizarro hat nicht Wort gehalten</title>
		<link>https://beispielsammlung.cmb-oase.de/produkt/pizarro-hat-nicht-wort-gehalten/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 23 Oct 2023 12:14:38 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Francesco Pizarro eroberte 1532 das Reich der Inkas. Es gelang ihm, den König Atahualpa mit List zu greifen. Dieser sah die unersättliche Gier der Spanier nach Gold und machte folgenden Vorschlag: Um seine Freiheit zu erkaufen, würde er einen Raum von ca. 40 qm innerhalb von zwei Monaten mit Gold füllen. Seine Untertanen brachten das<div class="more-link">
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Francesco Pizarro eroberte 1532 das Reich der Inkas. Es gelang ihm, den König Atahualpa mit List zu greifen. Dieser sah die unersättliche Gier der Spanier nach Gold und machte folgenden Vorschlag: Um seine Freiheit zu erkaufen, würde er einen Raum von ca. 40 qm innerhalb von zwei Monaten mit Gold füllen. Seine Untertanen brachten das Gold, aber Pizarro ließ den König 1533 trotzdem töten. </p>
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			</item>
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		<title>Kundengelder verspielt</title>
		<link>https://beispielsammlung.cmb-oase.de/produkt/kundengelder-verspielt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 23 Oct 2023 12:14:24 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Stgt.Z. 16.1.1993 &#8211; &#8222;Fataler Hang eines Bankdirektors zum Lotto&#8220;, &#8222;Mannheimer verspielt in sieben Jahren 17 Millionen Mark Kundengelder&#8220; Der Traum vom großen Los ging trotzdem nicht in Erfüllung. Wöchentlich setzte er 50000 bis 60000 DM ein, bis zu 800 Lottoscheine füllte er dazu aus. Jetzt stellte er sich der Polizei und gestand, dass er sich<div class="more-link">
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			</div>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Stgt.Z. 16.1.1993 &#8211; &#8222;Fataler Hang eines Bankdirektors zum Lotto&#8220;, &#8222;Mannheimer verspielt in sieben Jahren 17 Millionen Mark Kundengelder&#8220; Der Traum vom großen Los ging trotzdem nicht in Erfüllung. Wöchentlich setzte er 50000 bis 60000 DM ein, bis zu 800 Lottoscheine füllte er dazu aus. Jetzt stellte er sich der Polizei und gestand, dass er sich total verspielt habe. </p>
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		<title>Getty geizig</title>
		<link>https://beispielsammlung.cmb-oase.de/produkt/getty-geizig/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 23 Oct 2023 12:14:22 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Der Multimillionär Jean Paul Getty hatte in seinem Landhaus in England einen Münzfernsprecher aufstellen lassen, damit seine Gäste nicht auf seine Rechnung telefonieren konnten.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Der Multimillionär Jean Paul Getty hatte in seinem Landhaus in England einen Münzfernsprecher aufstellen lassen, damit seine Gäste nicht auf seine Rechnung telefonieren konnten. </p>
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			</item>
		<item>
		<title>Feilschen um die Rettung eines Ertrinkenden</title>
		<link>https://beispielsammlung.cmb-oase.de/produkt/feilschen-um-die-rettung-eines-ertrinkenden/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 23 Oct 2023 12:12:56 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Der Chinamissionar H. Taylor berichtete, wie auf einer Reise ein chinesischer Kaufmann in den Kanal fiel. Taylor rief eiligst einige Fischer herbei. Diese aber meinten: &#8222;Es passt uns nicht.&#8220; Taylor bot ihnen Geld an: &#8222;Wieviel gibst du uns?&#8220; &#8222;Fünf Dollar.&#8220; &#8222;Zu wenig. Zwanzig!&#8220;. &#8222;Hab ich nicht!&#8220; &#8222;Wieviel hast du?&#8220; &#8222;Vierzehn Dollar.&#8220; Sie überlegten es sich,<div class="more-link">
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			</div>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Der Chinamissionar H. Taylor berichtete, wie auf einer Reise ein chinesischer Kaufmann  in den Kanal fiel. Taylor rief eiligst einige Fischer herbei. Diese aber meinten: &#8222;Es passt uns nicht.&#8220; Taylor bot ihnen Geld an: &#8222;Wieviel gibst du uns?&#8220; &#8222;Fünf Dollar.&#8220; &#8222;Zu wenig. Zwanzig!&#8220;. &#8222;Hab ich nicht!&#8220; &#8222;Wieviel hast du?&#8220; &#8222;Vierzehn Dollar.&#8220; Sie überlegten es sich, kamen schließlich mit ihren Booten herbei und fischten nur noch die Leiche aus dem Wasser. </p>
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			</item>
		<item>
		<title>&#8222;Ich bin ein Gast auf Erden&#8220; nicht mehr gesungen</title>
		<link>https://beispielsammlung.cmb-oase.de/produkt/ich-bin-ein-gast-auf-erden-nicht-mehr-gesungen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 23 Oct 2023 12:12:45 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Mein ehemaliger Pastor Bill Leslie bemerkte mehr als einmal: &#8218;Wenn die Kirchen reicher und erfolgreicher werden, dann singen sie nicht mehr so oft &#8218;Ich bin nur Gast auf Erden&#8216;, sondern &#8218;Meinem Gott gehört die Welt&#8216;. (Philip Yancey, Gott findet uns, Brockhaus 2003)]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Mein ehemaliger Pastor Bill Leslie bemerkte mehr als einmal: &#8218;Wenn die Kirchen reicher und erfolgreicher werden, dann singen sie nicht mehr so oft &#8218;Ich bin nur Gast auf Erden&#8216;, sondern &#8218;Meinem Gott gehört die Welt&#8216;. (Philip Yancey, Gott findet uns, Brockhaus 2003) </p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Durch eigenen Geiz alles verloren</title>
		<link>https://beispielsammlung.cmb-oase.de/produkt/durch-eigenen-geiz-alles-verloren/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 23 Oct 2023 12:07:05 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[In den Hungerjahren 1779, 80 und 81 lebte in der Odergegend ein Mann, dessen Feld Höhenland war und gut getragen hatte. Schon im Herbste waren die Preise hoch. Mit dem Winter und dem Frühjahr stiegen sie immer höher. Mancher Handelsmann klopfte an die Tür des Reichen, mancher Handwerker bat, er möchte ihm doch für gutes<div class="more-link">
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			</div>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>In den Hungerjahren 1779, 80 und 81 lebte in der Odergegend ein Mann, dessen Feld Höhenland war und gut getragen hatte. Schon im Herbste waren die Preise hoch. Mit dem Winter und dem Frühjahr stiegen sie immer höher. Mancher Handelsmann klopfte an die Tür des Reichen, mancher Handwerker bat, er möchte ihm doch für gutes Geld einen Scheffel lassen. Aber alle wurden abgewiesen mit der Antwort: &#8222;Ich habe mir einen Satz gemacht: der Kornboden wird nicht eher geöffnet, als bis der Scheffel acht Taler kostet. Dabei bleibe ich!&#8220; &#8211; Und zum Zeichen hatte er an die Bodentür eine große, schwarze 8 mit Kohle gemalt. Der Winter verging, der Mai kam heran, die Preise waren hoch gestiegen, denn die gewaltigen Fluten hatten großen Schaden getan. Am 7. Mai kam ein armer Leinweber, ein ehrlicher Meister aus dem Orte. Sein Gesicht sah vor Hunger und Gram selber aus wie graue Leinwand. Er zahlte ihm, damit der reiche Mann das Geld sähe, für einen halben Scheffel drei Taler, zweiundzwanzig Groschen auf den Tisch. Die zweiundzwanzig Groschen bestanden aus Dreiern, Vierlingen, Groschen und Sechsern vom alten Fritz, die man sonst wohl Stiefelknechte nannte, denn der Mann hatte alles zusammengesucht. Aber der Bauer sprach: &#8222;Euer Aufzählen hilft Euch nichts, der Scheffel kostet acht Taler, das ist mein Satz. Eher tue ich meinen Boden nicht auf. Und dann muss es ordentlich Kurant sein.&#8220; Des Bauern Söhnchen, ein Bürschchen von zehn Jahren, zupfte den Vater am Rocke: &#8222;Vater, gebt&#8217;s ihm doch!&#8220; Aber der Vater prägte ihm mit einem Rippenstoß andere Grundsätze ins Herz. Der Weber musste sein Geld zusammenstreichen und heim wandern. Den 8. Mai in der Abenddämmerung kam die Zeitung an. Einen Blick hinein und der Bauer fand, was er finden wollte: &#8222;Roggen  acht  Taler.&#8220; &#8211; Da zitterten ihm die Glieder vor Freude. Er nahm ein Licht, ging auf den Boden und wollte übersehen, wie groß seine Einnahme sein werde. Indem er so durch die Haufen und gefüllten Säcke hinschreitet, strauchelt er an einem umgefallenen Sack, fällt selber, das Licht fliegt ihm aus der Hand und in einen Haufen Stroh, der daneben liegt. Ehe er sich aufraffen kann, steht das Stroh in hellen Flammen. Ehe an Hilfe zu denken ist, hat das Feuer Dachstuhl und Dielen ergriffen. Um die Mitternacht desselben Tages, wo der Scheffel Roggen acht Taler galt, wo er auf seinen Satz gekommen war und seinen Boden öffnen wollte, stand er am Schutthaufen seines ganzen Gutes als ein armer Mann! </p>
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			</item>
		<item>
		<title>An der Gewinnsucht gestorben</title>
		<link>https://beispielsammlung.cmb-oase.de/produkt/an-der-gewinnsucht-gestorben/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 23 Oct 2023 12:07:05 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Zu Anfang der dreißiger Jahre des vorigen Jahrhunderts wanderte ein Handwerker aus Deutschland aus und siedelte sich in einer neu gegründeten Stadt im Inneren Nordamerika an. Wer damals Geld hatte, konnte mit Landspekulation drüben etwas Rechtes verdienen. Das sah unser Landsmann einigen andren ab und steckte sein geringes väterliches Erbe auch in solche Unternehmungen. Er<div class="more-link">
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Zu Anfang der dreißiger Jahre des vorigen Jahrhunderts wanderte ein Handwerker aus Deutschland aus und siedelte sich in einer neu gegründeten Stadt im Inneren Nordamerika an. Wer damals Geld hatte, konnte mit Landspekulation drüben etwas Rechtes verdienen. Das sah unser Landsmann einigen andren ab und steckte sein geringes väterliches Erbe auch in solche Unternehmungen. Er hatte Glück. Einige vorteilhafte Verkäufe brachten ihm seinen Einsatz mit 200 Prozent Zinsen ein. Da erwachte die Gewinnsucht. Immer von neuem ward gewagt, immer von neuem gewonnen. Sein Vermögen wuchs, er wurde ein reicher Mann, aber der Teufel der Habsucht hatte ihn von nun an fest in seinen Stricken. Dreißig Jahre waren seit seiner Auswanderung verstrichen. Die kleine Kolonie hatte sich allmählich zu einer Weltstadt entwickelt. Es wurde viel gebaut und er Landpreis stieg ins Ungeheure. Mit innigem Behagen sah unser Freund seinen Weizen blühen. Er hatte unmittelbar vor der Stadt ein Grundstück von zwanzig Morgen Größe liegen. Immer näher rückten die neu erbauten Straßen an sein Gebiet heran. &#8222;Nun müssen sie mir bald kommen&#8220;, lachte er behaglich in sich hinein. Und sie kamen. Eines Tages begehrt ein Beamter der städtischen Verwaltung ihn zu sprechen. &#8222;Ich komme im Auftrage der Stadt,&#8220; eröffnete dieser dem hoch Aufhorchenden, &#8222;um wegen Überlassung Ihres Grundstücks mit Ihnen zu verhandeln. Man beabsichtigt, dort einen öffentlichen Park anzulegen.&#8220; Die Botschaft entfesselt einen Sturm aufgeregter Gedanken in dem Herzen des Eigentümers. Das will reichlich überlegt sein. Er bittet also um vierundzwanzig Stunden Bedenkzeit. Dann fordert er in schriftlicher Eingabe 800.000. Als er das Schreiben abgesandt hat, erschrickt er selbst über die ungeheure Forderung. Wie, wenn sein Preis zu unverschämt erscheint, wenn man die Verhandlungen mit ihm abbricht und sich an seine Konkurrenten wendet! &#8211; Es überläuft ihn siedendheiß. Die ganze Nacht tut er vor Sorge kein Auge zu. Aber am andern Morgen überbringt ihm ein Stadtbote einen großen amtlichen Brief. Hurra! Man hat angenommen, nun ist er ein gemachter Mann. Zuerst ist er fast einer Ohnmacht nahe. Dann aber bricht die Freude durch. Er hat im Hause keine Ruhe, es treibt ihn zum Weinhause, um diesen Glückstag mit einem guten Tropfen zu feiern. Das feinste Lokal ist bald erreicht. Eben hat er Platz genommen und seine Bestellung gemacht, als ein Herr auf ihn zueilt und ihm heftig die Hände schüttelt. &#8222;Gratuliere, gratuliere herzlich! Das nenne ich ein feines Geschäftchen! Ich war gestern dabei, als der Beschluss gefasst wurde und habe mich in Ihrem Interesse gefreut!&#8220; &#8222;Danke, danke Herr Senator! Nun ja, es ist ein erträglicher Gewinn dabei, obwohl nicht allzu groß!&#8220; &#8222;Hören Sie mal,&#8220; ruft der Senator, &#8222;an Ihrer Stelle hätte ich das Land ja nicht so billig losgeschlagen. Im Senat haben sich alle gewundert. Warum haben Sie nicht eine Million gefordert? Die hätte man Ihnen auch anstandslos bewilligt. &#8211; Aber Herr! Was ist mit Ihnen denn? Wird Ihnen plötzlich schlecht?&#8220; Wie vom Donner gerührt, steht der Angeredete da. Totenblässe bedeckt sein Gesicht, er muss sich an dem Tische festhalten, um nicht umzusinken. Starr sieht er den anderen an und fragt mit tonloser Stimme: &#8222;Eine Million, ist das wirklich wahr?&#8220; &#8211; &#8222;Ei, ganz gewiss! Aber beruhigen Sie sich doch! Sie haben ja auch so ein schönes Profitchen gemacht!&#8220; Aber er redete zu tauben Ohren. Schwerfällig wankt der Spekulant hinaus. Wie ein Irrsinniger bleibt er auf der Straße stehen und redet laut und heftig vor sich hin. Lachend sehen ihm die Leute nach, sie meinen, der große Gewinn habe ihm den Verstand geraubt. Endlich verschwindet er in seiner Wohnung. Am anderen Morgen findet der Bäcker das Haus gegen sonstige Gewohnheit noch verschlossen. Als um sieben Uhr die Aufwärterin sich einfindet, ist die Tür von innen verriegelt. Sie geht rings ums Haus und klopft an alle Fenster. Keine Antwort! Da wird&#8217;s ihr unheimlich. Sie läuft und benachrichtigt die Nachbarn. Die kommen mit ihr und von neuem wird untersucht, gerufen, geklopft. Neugierige finden sich ein. Vorübergehende bleiben stehen. Bald ist das Haus von einer schaulustigen Menge umlagert. Die Haushälterin ist zur Polizei geeilt. Nach einer Stunde kehrt sie in Begleitung eines Beamten zurück, einen Schlosser haben sie gleich mitgebracht. Die Haustür wird gerbrochen, desgleichen die verschlossene Zimmertür. Die Menge dringt ein, viele Augen spähen in dem dürftig möblierten Raum umher. Da &#8211; ein allgemeiner Schreckensruf! In der hintersten Ecke, an dem Geldschrank, hebt sich ein dunkler Körper von der hellen Wand ab. An dem Gesimse des Schrankes hatte der Unselige sich erhängt. Eine Million hätte er gewinnen können, dass er nur 800.000 gefordert, hatte er nicht zu überleben vermocht! </p>
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			</item>
		<item>
		<title>Ein merkwürdiger Aufschub!</title>
		<link>https://beispielsammlung.cmb-oase.de/produkt/ein-merkwuerdiger-aufschub/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 23 Oct 2023 12:04:48 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Ein Missionar erzählt von einer Schiffsreise während des Zweiten Weltkrieges: »Das Schiff wurde von japanischen Flugzeugen bombardiert. Es begann zu sinken, aber so langsam, dass nicht nur die Rettungsboote ins Wasser gelassen, sondern auch Flöße behelfsmäßig zusammengesetzt werden konnten. Merkwürdigerweise beteiligten sich nicht alle an den Rettungsarbeiten. Einige durchstöberten Kajüten und Koffer nach Wertgegenständen und<div class="more-link">
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Missionar erzählt von einer Schiffsreise während des Zweiten Weltkrieges: »Das Schiff wurde von japanischen Flugzeugen bombardiert. Es begann zu sinken, aber so langsam, dass nicht nur die Rettungsboote ins Wasser gelassen, sondern auch Flöße behelfsmäßig zusammengesetzt werden konnten. Merkwürdigerweise beteiligten sich nicht alle an den Rettungsarbeiten. Einige durchstöberten Kajüten und Koffer nach Wertgegenständen und füllten sich prall ihre Taschen. Gierig tranken sie den gefundenen Alkohol. Die meisten Boote und Flöße waren schon ein gut Stück weg, als das Schiff vollends unterging. Die Betrunkenen wollten noch ins Wasser springen. Aber der Sog und die vollen Taschen rissen sie in die Tiefe.« Welche merkwürdigen Aufschübe leisten sich Menschen oft, wenn Gott ihnen die Hand zur Rettung ihres Lebens entgegenstreckt! </p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Wir hören, worauf wir zu achten gewöhnt sind</title>
		<link>https://beispielsammlung.cmb-oase.de/produkt/wir-hoeren-worauf-wir-zu-achten-gewoehnt-sind/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 23 Oct 2023 12:04:48 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Ein Indianer besuchte einen weißen Mann. In einer Stadt zu sein, mit dem Lärm, den Autos und den vielen Menschen &#8211; all dies war ganz neuartig und auch verwirrend für ihn. Die beiden Männer gingen die Straße entlang, als plötzlich der Indianer seinem Freund auf die Schulter tippte und ruhig sagte: »Hörst du auch, was<div class="more-link">
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			</div>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Indianer besuchte einen weißen Mann. In einer Stadt zu sein, mit dem Lärm, den Autos und den vielen Menschen &#8211; all dies war ganz neuartig und auch verwirrend für ihn. Die beiden Männer gingen die Straße entlang, als plötzlich der Indianer seinem Freund auf die Schulter tippte und ruhig sagte: »Hörst du auch, was ich höre?« Der Freund horchte und sagte: »Alles, was ich höre, ist das Hupen der Autos und das Rattern der Omnibusse.« »Ich höre ganz in der Nähe eine Grille zirpen.« &#8211; »Du musst dich irren, hier gibt es keine Grillen. Und selbst, wenn es eine gäbe, würde man ihr Zirpen bei dem Lärm nicht hören.« Der Indianer ging ein paar Schritte und blieb vor einer Hauswand stehen. Wilder Wein rankte an der Mauer. Er schob die Blätter auseinander &#8211; und da saß tatsächlich eine Grille. Der Weiße sagte: »Indianer können eben besser hören als Weiße.« Der Indianer erwiderte: »Da irrst du dich. Ich will es dir beweisen.« Er warf ein 50-Cent-Stück auf das Pflaster. Es klimperte auf dem Asphalt, und Leute, die mehrere Meter entfernt gingen, wurden auf das Geräusch aufmerksam und sahen sich um. »Siehst du«, sagte der Indianer, »das Geräusch, das das Geldstück gemacht hat, war nicht lauter als das der Grille. Und doch hörten es viele der weißen Männer. Der Grund liegt darin, dass wir alle stets das gut hören, worauf wir zu achten gewohnt sind.« </p>
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