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	<title>Gebundenheit an den Aberglauben &#8211; CMV-Beispielsammlung</title>
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	<title>Gebundenheit an den Aberglauben &#8211; CMV-Beispielsammlung</title>
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		<title>Aberglaube mächtiger als Gesetze und Lieder</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 23 Oct 2023 12:20:39 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Lass mich den Aberglauben eines Volkes schaffen, und mir ist es gleich, wer ihm seine Gesetze oder seine Lieder gibt. Mark Twain (1835 &#8211; 1910)]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Lass mich den Aberglauben eines Volkes schaffen, und mir ist es gleich, wer ihm seine Gesetze oder seine Lieder gibt.</p>
<p>Mark Twain (1835 &#8211; 1910)</p>
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		<title>Dämonenfurcht bei den Indianern</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 23 Oct 2023 12:17:32 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[In Südamerika ist die grausame Sitte, Menschen zur Besänftigung böser Geister zu töten, nicht ausgestorben. Der schweizer Missionar Urs Trummer berichtete bei der Jugendkonferenz für Weltmission 2002 in Stuttgart, dass die Indianer ihre Dämonenfurcht durch Menschenopfer besiegen wollen. Auch heute noch werden, z.B. bei Straßenarbeiten, um nicht für fehlerhafte Arbeit haftbar gemacht zu werden, solche<div class="more-link">
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										<content:encoded><![CDATA[<p>In Südamerika ist die grausame Sitte, Menschen zur Besänftigung böser Geister zu töten, nicht ausgestorben. Der schweizer Missionar Urs Trummer berichtete bei der Jugendkonferenz für Weltmission 2002 in Stuttgart, dass die Indianer ihre Dämonenfurcht durch Menschenopfer besiegen wollen. Auch heute noch werden, z.B. bei Straßenarbeiten, um nicht für fehlerhafte Arbeit haftbar gemacht zu werden, solche Opfer gebracht. Gelegentlich mauern die Bauarbeiter deswegen Passanten in die Brückenpfeiler ein. Die Seelen dieser Opfer stützen, nach ihrem Glauben, die Pfeiler. Die Behörden tolerieren diese Praxis, die Schuldigen werden nicht bestraft. idea 5/6/2002/7 </p>
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		<title>Picasso zeigte eine starke Neigung zum Aberglauben</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 23 Oct 2023 12:00:48 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Picasso zeigte eine starke Neigung zum Aberglauben. Francoise Gilot, seine zeitweilige Lebensgefährtin, war völlig überrascht, als sie das eines Tages feststellte: &#8222;Wenn ich seinen Hut auf das Bett warf, wie ich es oft tat, bedeutete das, jemand in diesem Hause würde sterben, bevor das Jahr zu Ende ging. Eines Tages, im Verlauf eines kleinen Scherzes,<div class="more-link">
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Picasso zeigte eine starke Neigung zum Aberglauben. Francoise Gilot, seine zeitweilige Lebensgefährtin, war völlig überrascht, als sie das eines Tages feststellte: &#8222;Wenn ich seinen Hut auf das Bett warf, wie ich es oft tat, bedeutete das, jemand in diesem Hause würde sterben, bevor das Jahr zu Ende ging. Eines Tages, im Verlauf eines kleinen Scherzes, den wir miteinander trieben, einer Art Sketch, öffnete ich im Zimmer einen Schirm. Wir mussten, den dritten Finger jeder Hand über den Zeigefinger gekreuzt, im Zimmer umhergehen, dabei die Arme schwingen und ,Lagarto! Lagarto!&#8216; rufen, um das Unglück schnell zu verjagen, bevor es einen von uns erwischen konnte. &#8211; Ich durfte das Brot nie anders als mit der runden Seite nach oben auf den Tisch legen, wenn uns nicht ein Verhängnis überkommen sollte.&#8220; Mit den Riten des Aberglaubens nahm Picasso es außerordentlich genau. Und, so meint Francoise Gilot, die spanischen Formen allein genügten ihm bald nicht mehr, er lernte noch viele russische hinzu, von seiner ersten Frau, Olga. Zum Beispiel diese: &#8222;Jedes Mal, wenn wir zu einem Ausflug aufbrachen, wie kurz er auch sein mochte, hatten wir eine russische Sitte zu befolgen, nach der sich alle Familienmitglieder in dem Raum niedersetzen müssen, von dem aus der Aufbruch erfolgen soll, und mindestens eine Minute lang kein Wort sprechen dürfen. Danach konnten wir unseren Ausflug in der absoluten Gewissheit antreten, dass uns nun nichts Schlimmes widerfahren würde.&#8220; Das ging natürlich, zumal mit den Kindern, nicht immer ganz einfach ab. &#8222;Wir machten dabei alle mit denkbar ernster Miene mit. Wenn eines der Kinder lachte oder sprach, bevor die Zeit abgelaufen war, mussten wir von vorn anfangen, andernfalls hätte er sich strikt geweigert, das Haus zu verlassen.&#8220; Picasso tat zwar so, als glaube er in Wahrheit gar nicht an die Wirkung solcher Riten, und er sagte: &#8222;Oh, ich tue das nur des Spaßes halber. Ich weiß, es hat nichts zu bedeuten.&#8220; Er fügte jedoch hinzu: &#8222;Aber schließlich&#8230;&#8220; Was soviel heißen sollte wie: Man kann nie wissen, ob und wozu etwas gut ist. Aus diesem Grunde störte es ihn, dass die Verwandten von Francoise zwar für sie, nicht aber für ihn beteten. In seinem oft wehleidigen Egoismus klagte er: &#8222;Sie sollten auch für mich beten. Es ist nicht nett, mich auszulassen.&#8220; Auf den Einwand, es könne ihm doch gar nichts ausmachen, ob jemand für ihn bete oder nicht, da er ja ohnehin nicht gläubig sei, erwiderte er: &#8222;Oh, es macht mir eben schon etwas aus. Ich möchte, dass sie für mich beten. Menschen dieser Art glauben an etwas, und ihre Gebete richten sicher etwas aus. Es gibt also keinen Grund, weshalb ich davon nicht auch einen Nutzen haben sollte.&#8220; </p>
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		<title>Hüte dich vor den Wahrsagern!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 23 Oct 2023 11:59:28 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Dieser Geschichte, die sich vor einer Reihe von Jahren ereignete, entsinne ich mich noch so deutlich, als sei sie gestern geschehen. Vielleicht kann sie manchem zur heilsamen Warnung dienen. Leider sind Karten legen, Wahrsagen aus der Hand und Schicksalsdeutungen aus den Sternen heute mehr verbreitet, als man gewöhnlich denkt, und Arme und Reiche, Einfältige und<div class="more-link">
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Dieser Geschichte, die sich vor einer Reihe von Jahren ereignete, entsinne ich mich noch so deutlich, als sei sie gestern geschehen. Vielleicht kann sie manchem zur heilsamen Warnung dienen. Leider sind Karten legen, Wahrsagen aus der Hand und Schicksalsdeutungen aus den Sternen heute mehr verbreitet, als man gewöhnlich denkt, und Arme und Reiche, Einfältige und Kluge scheuen sich nicht, sich &#8222;voraussagen&#8220; zu lassen. Die meisten denken nicht daran, dass sie sich damit leichtsinnig gegen Gottes Gebot versündigen und dass solche Übertretungen nicht ungestraft bleibt. &#8222;Es ist ja nur eine kleine Unterhaltung und noch weniger ein Spaß, und wie bitter sich gerade die Missachtung des göttlichen Gebotes manchmal rächt, möge die folgende Begebenheit zeigen. An einem herrlichen Spätsommertage gingen vier fröhliche, junge Mädchen über Land, um in einem nahe gelegenen Dorf eine Freundin zu besuchen. In heiterer Unterhaltung mit harmlosen Scherzen verbrachten sie gemeinsam den schönen Nachmittag. Als die Gäste gerade wieder heimgehen wollten, erscholl plötzlich der Ruf: &#8222;Zigeuner, Zigeuner!&#8220; Gleich darauf wurde ein kleiner Trupp des heimatlosen, braunen Volkes sichtbar. Bettelnd und wahrsagend durchzog es das Dorf. Es dauerte nicht lange, da trat eine junges Zigeunerweib mit feurigen, schwarzen Augen und einem Kind auf dem Arme auch in das Zimmer, in welchem die Freundinnen versammelt waren. In ihrem gebrochenen, aber gut verständlichen Deutsch bat sie um milde Gaben und sagte dann: &#8222;Schöne, blanke Fräulein, die schwarze Zita kann auch wahrsagen aus Hand, ganz wahr! Gib mir die Hand rechtes! Wer will hören von Glück und Reichtum? Zita zufrieden ist mit kleinem Lohn.&#8220; Zudringlich ergriff sie die Hand des ihr am nächsten stehenden jungen Mädchens. Doch Martha Klein zog ihre Finger unwillig aus der Rechtes des braunen Weibes und sagte abschweifend: &#8222;Ich danke, ich mag mein Schicksal nicht im voraus wissen, denn das ist unrecht und von Gott verboten.&#8220; &#8222;Aber Martha&#8220;, sagte Anna Leubner, ein bildhübsches, blühendes Mädchen lachend, &#8222;wie kannst du nur alles gleich so tragisch nehmen! Das ist doch nichts als ein reizender Spaß, eine angenehme Unterhaltung!&#8220; &#8222;Nein, es ist kein Spaß&#8220;, beharrte Martha weiter, &#8222;ich bin überzeugt, du würdest im Innern fest daran glauben, was die Frau prophezeit. Und darum ist die ganze Sache unrecht, ja Sünde. Ich bitte dich, schicke die Fremde fort. Bedenke doch, was uns der Prediger über das dritte Gebot sagte!&#8220; &#8222;Ach was, Martha, sei doch nicht so ängstlich und verdirb uns mit deiner Predigt nicht den Spaß&#8220;, riefen nun auch die beiden Schwestern Elisabeth und Hanna Reich. &#8222;Wir möchten ums Leben gern wissen, was die Zigeunerin aus unsrer Hand lesen wird. Das kann kein Unrecht sein, denn viele andre Leute tun das auch.&#8220; &#8222;Ja, ja, so ist`s&#8220;, stimmte Anna Leubner bei, &#8222;und darum wollen wir nicht besser sein als die anderen. Da, gute Frau, da habt ihr meine Hand. Ich will den Anfang machen. Nun prophezeit mir nur etwas recht Schönes!&#8220; Die Zigeunerin lachte verschmitzt, setzte ihr Kind auf den Boden, wo es ruhig spielt und die geschenkte Semmel verzehrte. Erwartungsvoll scharten sich die Freundinnen um das braune Weib, und es wurde ihnen doch etwas sonderbar zumute, als es die Rechte des hübschen Mädchens ergriff und nach verschiedenen unverständlichen Worten feierlich begann: &#8222;Glück und Unglück kommen aus einer Hand. Die blanke Tochter verheiraten sich zweimal sehr glücklich und verlieren gleich zweimal das Liebste! &#8211; Zufrieden, Fräulein?&#8220; &#8222;Nun, mehr kann man nicht verlangen&#8220;, entgegnete Anna Leubner, wobei sie etwas gezwungen lachte. &#8222;Zwei Männer und mit beiden glücklich! Ich muss gestehen, ich wäre mit einem zufrieden. Aber nun bist du an der Reihe, Elisabeth. Ich bin neugierig, was die Sybille dir prophezeiten wird!&#8220; &#8222;So lasst doch den Unsinn!&#8220;, rief Martha Klein unwillig. &#8222;Ich dachte, ihr hättet genug davon. Macht euch lieber fertig, damit wir nicht so spät nach Hause kommen!&#8220; Doch davon wollten die anderen immer noch nichts wissen. &#8211;  &#8222;Nun lasst uns das Spiel auch zu Ende führen&#8220;, riefen sie in jugendlichem Übermut, &#8222;jetzt wird&#8217;s erst interessant. Nach Hause kommen wir noch rechtzeitig genug. Hanna, lass dir nichts einreden, fahre du jetzt fort.&#8220; Betrübt und über solchen gefährlichen Leichtsinn bekümmert, setzte sich Martha wieder auf ihren Platz, während die jugendliche Hanna der Zigeunerin ihre Rechte bot. Sei es nun, dass die Wahrsagerin durch die Gegenreden erbost war oder dass der klingende Lohn Hannas ihr nicht genug zusagte, sie machte diesmal wenig Umstände. &#8222;Ihr werdet am 3. Juli 1939 sterben&#8220;, sagte sie mit höhnischem Lachen, raffte hastig das Kind vom Boden auf und verschwand, ehe die verblüfften Mädchen noch wussten, wie ihnen geschah. Hanna Reich war totenbleich geworden, und erschrocken sahen die anderen bald auf sie bald auf die davoneilende Zigeunerin. Bis auf Martha Klein standen alle unter dem Bann einer unheimlichen Macht und bereuten bitter, der Freundin nicht gefolgt zu sein. Sie allein hatte ihre Fassung nicht verloren. In energischem Tone und bester Absicht ergriff sie jetzt das Wort, um die erschreckten Mädchen wegen ihrer törichten Ängstlichkeit und Besorgnis gehörig zurechtzuweisen: &#8222;Seht ihr wohl, das kommt davon! Wer nicht hören will, muss fühlen. Ich wusste ja, dass dabei nichts Gutes herauskommen könnte. &#8211; Hanna, ich bitte dich, mach` nicht solch ein verzweifeltes Gesicht. Du wirst doch nicht etwa glauben, was das dumme Weib gesagt hat? Unser Leben steht allezeit in Gottes Hand, und wie sollte er einem Zigeunerweibe dessen Ziel und Ende offenbaren! Komm, sei vernünftig und vergiß die ganze Dummheit.&#8220; Doch das war leichter gesagt als getan. Obwohl Martha sich auf dem Heimweg die erdenklichste Mühe gab, die Freundinnen auf andere Gedanken zu bringen, wollte ihr dies nicht recht gelingen. Es lag ein unheimlicher Bann auf der noch vor kurzem frohen, jungen Gesellschaft. Trübsinnig und missgestimmt kamen sie zu Hause an, besonders Hanna Reich war sehr erregt. Sie konnte die Prophezeiung des Zigeunerweibes nicht einen Augenblick vergessen. Und gerade dieses Nicht-vergessen-können betrachtete sie als sicheren Beweis, dass die Frau wahr geredet hatte. Infolgedessen beunruhigte und quälte sie unausgesetzt der Gedanke an ihren nahen Tod und raubte ihr jede Lust und Freude am Leben. Mit dem Näherrücken des bezeichneten Tages nahm ihre Seelenangst zu, und das vor kurzer Zeit frische und fröhliche Mädchen verzehrte sich förmlich vor Furcht und Erwarten der Dinge, die da kommen sollten. Auch die anderen litten mehr oder weniger an der Erinnerung an jenen törichten Jugendstreich. Die einzige unbefangene und unveränderte war Martha Klein. Und mit allen Kräften bemühte sie sich, der lieben Freundin den Glauben an die Prophezeiung auszureden. Leider waren jedoch ihre freundlichen Vorstellungen ganz umsonst. Hanna verfiel immer mehr, und ihre einstige jugendliche Heiterkeit verwandelte sich in Trübsinn und stumpfes Hinbrüten. &#8222;Lass mich! Seinem Schicksal kann nun einmal niemand entgehen&#8220;, sagte sie ergeben, wenn Martha sie unter Tränen bat, sich aufzuraffen und durch Gottvertrauen und Fröhlichkeit die Reden des braunen Weibes Lügen zu strafen. Als der verhängnisvolle Tag herankam, lag die Bedauernswerte todkrank und fiebernd im Bette, und der Arzt erklärte, dass sie ihrem Ende entgegenginge. &#8211; &#8222;Reißend schneller Verfall der Kräfte&#8220;, hatte der achselzuckend festgestellt und dann hinzugefügt: &#8222;Mir geradezu unerklärlich, da die Patientin keine Anlage zu Schwindsucht hat, sondern mit ihrer  Naturanlage noch ein hohes Alter erreichen könnte! Es sieht geradezu so aus, als ob ein inneres Feuer alle ihre Lebenskräfte verzehre.&#8220; So war&#8217;s tatsächlich. Die Angst raffte die Ärmste in der Blüte ihrer Jahre dahin. Zwar war es ihr noch vergönnt, in Frieden mit Gott und den Menschen zu sterben, aber das änderte an der Tatsache selbst nichts. Hätte Hanna Reich sich nicht wahrsagen lassen, sie wäre gewiss nicht so jung gestorben. Der unheilvolle Glaube an die Worte der Zigeunerin und die namenlose Furcht vor deren Erfüllung hatten sie krank gemacht und auch ihren Tod verursacht. Wenige Wochen, bevor Hanna starb, hatte sich Anna Leubner verlobt. In ihrem Glück vergaß sie zuerst die verhängnisvolle Prophezeiung. Als nun Hanna Reich erkrankte und von Tag zu Tag schwächer wurde, dachte Anna mit Entsetzen an die Zigeunerin. Wie, wenn die Unheimliche doch &#8222;wahr&#8220; gesagt hätte? Wenn nun auch das zweimalige Heiraten eintreffen müsste? Ach, es wäre schrecklich! Hinfort konnte die arme Braut sich nur noch zitternd ihres Glücks erfreuen, und tausendmal bereute sie, dass sie damals nicht auf die Warnungen der getreuen Martha gehört hatte. Auch die verständigen Ermahnungen ihres Bräutigams, dem sie endlich die ganze unselige Geschichte beichtete, beruhigten sie wenig. Angstvoll verfolgte sie den Verlauf von Hannas Krankheit, und jede Nachricht einer Verschlechterung gab ihr einen Stich ins Herz. &#8222;Wenn Hanna stirbt, weiß ich, was ich weiß&#8220;, sagte sie weinend. &#8222;Geradeso wie sie bin auch ich meinem Schicksal verfallen!&#8220; &#8211; Es war ganz umsonst, dass man ihr vorstellte, ein Christ könne nie einem Schicksal verfallen, sondern befinde sich stets in Gottes gnädiger und weiser Vaterhut, und dass ohne des Allmächtigen Willen und Wissen kein Haar von unserm Haupte falle. &#8222;Aber es kann ja gerade Gottes Wille sein, dass ich mein Liebstes bald wieder verlieren soll&#8220;, stöhnte sie. &#8222;Meine Schuld und mein Unglück ist eben, dass aus verwerflichem Vorwitz ich es schon jetzt erfahren habe.&#8220; Bei der Nachricht von Hannas Tode war die Ärmste ganz außer sich. Es bedurfte schließlich der ernstesten und strengsten Ermahnungen, sie zu der Einsicht zu bringen, dass die Freundin lediglich aus Angst und Furcht vor der Prophezeiung gestorben sei und sie selber nicht zu befürchten habe, wenn sie im Vertrauen auf dem Herrn in die Ehe treten würde. Es blieb trotzdem ein Stachel in ihrer Seele. Und selbst an ihrem Hochzeitstage konnte sie sich eines heimlichen Angstgefühls nicht erwehren. Voll Reue und Scham musste sie daran denken, wie ungetrübt sie ihr Glück hätte genießen können, wenn sie sich damals nicht hätte wahrsagen lassen, sondern die Warnungen ihrer Freundin Martha Klein beherzigt hätte. &#8211; Viele Jahre sind vergangen, Annas Mann lebt immer noch, ist frisch, gesund und kräftig, und nichts lässt darauf schließen, dass die schlimme Prophezeiung der Zigeunerin in Erfüllung ginge. Die beiden Eheleute sind glücklich miteinander, und man sollte meine, es sei nun alles vergessen, denn äußerlich verrät Anna keine Angst mehr. Sei scheint erkannt zu haben, dass alle unsre Wege, Ziel und Ende allein in Gottes Hand stehen. Manchmal jedoch, besonders wenn ihr Mann verreist ist, kommt die alte Angst wieder über sie und lässt sie sorgen und bangen um sein Leben. Ja, schon sein Ausbleiben abends über die übliche Zeit verursacht ihr oftmals Unruhe und Schrecken. Der Gedanke: &#8222;Wenn&#8217;s dennoch wahr wäre, was einst die Zigeunerin gesagt hat?&#8220;, beängstigt sie dann, so sehr sie sich bemüht, ihn zu überwinden. Trotz aller Kämpfe und redlichen Bemühungen kann sie nie ganz davon loskommen und gelangt auf diese Weise niemals zum vollen, ruhigen, ungestörten Genuss ihres Glückes. &#8222;Hätte ich doch nur jenes Weib nie gesehen!&#8220;, hat sie schon häufig gesagt und stöhnt sie auch jetzt noch manchmal. Und dann fährt sie meist fort: &#8220; Wer konnte aber auch ahnen, dass sich diese Übertretung des dritten Gebotes so schwer rächen würde! Ohne die Prophezeiung der Zigeunerin lebte Hanna vielleicht heute noch, und ich brauchte nicht unausgesetzt um meinen Mann bangen!&#8220; Die Heilige Schrift fordert: &#8222;Ihr sollt euch nicht wenden zu den Wahrsagern, und forscht nicht von den Zeichendeutern, dass ihr nicht an ihnen verunreinigt werdet.&#8220; Wenn sich die Menschen nach diesem unmissverständlichen Worte richten würden, gäbe es weniger Angst und mehr Frieden auf der Welt. Nun aber erfüllt sich in unseren Tagen die göttliche Voraussage: &#8222;Es wird eine Zeit sein, da sie die heilsame Lehre nicht leiden werden, sondern nach ihren eigenen Lüsten werden sie sich selbst Lehrer aufladen, nach denen ihnen die Ohren jucken, und werden die Ohren von der Wahrheit wenden und sich zu den Fabeln kehren.&#8220; </p>
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			</item>
		<item>
		<title>&#8222;Ich hab ihn &#8230; Er hat mich!&#8220;</title>
		<link>https://beispielsammlung.cmb-oase.de/produkt/ich-hab-ihn-er-hat-mich/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 23 Oct 2023 11:57:31 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Walter Lüthi berichtet: Unser Großvater pflegte eine Geschichte aus seiner Jugend zu erzählen, wie die halbwüchsigen Jungen des Dorfes sich einmal vorgenommen hätten, einen alten Fuchs, der weit im Umkreis die Hühnerställe bedrohte, in seinem Bau aufzustöbern und ihn, wenn möglich, bei lebendigem Leibe im Triumph durchs Dorf zu führen. An einem Sonntagnachmittag sei der<div class="more-link">
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Walter Lüthi berichtet: Unser Großvater pflegte eine Geschichte aus seiner Jugend zu erzählen, wie die halbwüchsigen Jungen des Dorfes sich einmal vorgenommen hätten, einen alten Fuchs, der weit im Umkreis die Hühnerställe bedrohte, in seinem Bau aufzustöbern und ihn, wenn möglich, bei lebendigem Leibe im Triumph durchs Dorf zu führen. An einem Sonntagnachmittag sei der Schmalste von ihnen in den Bau hineingekrochen, während die anderen draußen warteten. Schon nach kurzer Zeit habe er triumphiert: &#8222;I ha ne! I ha ne!&#8220; Aber kaum zwei Atemzüge später habe er geheult: &#8222;Er het mi! Er het mi!&#8220; So ist es mit den Göttern dieser Welt. Zuerst lassen sie uns triumphieren. Aber hernach geht es uns auf: &#8222;Er hat mich! Er hat mich!&#8220; Wie verlockend, wie großzügig können sie tun, bis dass sie ihrer Sache sicher sind! Und dann wenden sie den Spieß, und man ist ihr Sklave  &#8211;  ein Sklave der Familie, der Berufstüchtigkeit, der Kunst, der Wissenschaft und Technik, des Militärs, der Schule, ja sogar der Kirche! Gott will uns aus dem Sklavenhaus führen. &#8222;Du sollst keine anderen Götter neben mir haben!&#8220; </p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Ein Gang zur Wahrsagerin und seine Folgen II</title>
		<link>https://beispielsammlung.cmb-oase.de/produkt/ein-gang-zur-wahrsagerin-und-seine-folgen-ii/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 23 Oct 2023 11:57:24 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[D. Hutten berichtet: Die Geschichte ist wahr und in Württemberg passiert. Sie begann ganz harmlos, endete aber schrecklich. Da waren zwei blühende Mädchen im Alter von 19 Jahren. In ihrem Übermut überkam sie einmal die Lust, &#8222;interessehalber&#8220; zu einer Wahrsagerin zu gehen. Natürlich sollte es nur ein &#8222;Jux&#8220; sein! Die Wahrsagerin erzählte den Mädchen allerhand.<div class="more-link">
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			</div>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>D. Hutten berichtet: Die Geschichte ist wahr und in Württemberg passiert. Sie begann ganz harmlos, endete aber schrecklich.</p>
<p>Da waren zwei blühende Mädchen im Alter von 19 Jahren. In ihrem Übermut überkam sie einmal die Lust, &#8222;interessehalber&#8220; zu einer Wahrsagerin zu gehen. Natürlich sollte es nur ein &#8222;Jux&#8220; sein! Die Wahrsagerin erzählte den Mädchen allerhand. Sie erzählte ihnen unter anderem, dass beide keine zwanzig Jahre alt werden würden. Nun war es vorbei mit dem &#8222;Jux&#8220;! Sollte das wirklich wahr sein?</p>
<p>In den Herzen der beiden Mädchen setzte sich Angst fest und rang mit der Hoffnung, dass sich das Wort der Wahrsagerin nur als blauer Dunst erweisen möchte. Aber da geschah es: Die eine der beiden starb plötzlich eines merkwürdigen Todes. Man wusste nicht so recht, was sie gehabt hatte. Nun kroch das Grauen in die Seele des anderen Mädchens. Die eine Hälfte der Prophezeiung hatte sich erfüllt &#8211; wie würde es weitergehen? Nun, es war schlimm genug.</p>
<p>Eines Abends fährt ein Zug friedlich durchs Land. Plötzlich, kurz vor einer Station, hält er an. Die Notbremse war gezogen worden. Ein Reisender hatte bemerkt, wie sich ein junges Mädchen aus einem Waggon stürzte &#8211; und nach kurzer Zeit zog man die Unglückliche, die zwischen den Rädern hängen geblieben war, hervor. Man brachte sie ins Krankenhaus, wo sie nach kurzer Zeit starb.</p>
<p>Ja, hatte die Wahrsagerin nun nicht Recht behalten? Sie hatte vielmehr mit ihrer unverantwortlichen Prophezeiung die Mädchen unter einen Bann gebracht, so dass das Unheimliche über sie Gewalt bekommen hatte. Sie waren dann wohl zu schwach gewesen, sich aus diesem Bann zu lösen.</p>
<p>Ja, der Teufel hat mehr Macht, als mancher meint.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Folgen einer &#8222;Heilung&#8220; durch ein Amulett</title>
		<link>https://beispielsammlung.cmb-oase.de/produkt/folgen-einer-heilung-durch-ein-amulett/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 23 Oct 2023 11:56:30 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Corrie ten Boom berichtet: Aberglauben und Zauberei sind nicht nur in heidnischen Ländern zu finden! Kürzlich las ich von einem kleinen Mädchen in Deutschland, das dauernd krank war. Dann gab ihm jemand ein Amulett, eine kleine Kapsel, das es um den Hals zu tragen hatte. Danach war das Kind angeblich geheilt. Aber innerlich war es<div class="more-link">
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			</div>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Corrie ten Boom berichtet:</p>
<blockquote><p>Aberglauben und Zauberei sind nicht nur in heidnischen Ländern zu finden! Kürzlich las ich von einem kleinen Mädchen in Deutschland, das dauernd krank war. Dann gab ihm jemand ein Amulett, eine kleine Kapsel, das es um den Hals zu tragen hatte. Danach war das Kind angeblich geheilt. Aber innerlich war es seitdem verstört und ständig in Angst. Es lachte selten, und mit 12 Jahren unternahm es einen Selbstmordversuch. Man rief einen Evangelisten zu Hilfe. Er fragte, ob das Kind vielleicht ein Amulett trage. Es brauchte viel Überredungskunst, bis das Mädchen bereit war, das Amulett herauszugeben. Es sagte: &#8222;Öffnen Sie es ja nicht! Derjenige, der es mir gab, hat mir gesagt, das wäre sehr gefährlich.&#8220; Trotz dieser Warnung öffnete der Evangelist das Amulett, und was fand er? Ein Stück Papier mit den Worten: &#8222;Ich befehle dir, Satan, diesen Körper gesund zu erhalten, bis du die Seele zur Hölle nimmst!&#8220; Der Seelsorger vernichtete sofort das Amulett. Das Kind aber wurde nun geheilt an Leib und Seele durch Handauflegung im Namen Jesu.</p></blockquote>
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		<title>Ring mit Zauberspruch</title>
		<link>https://beispielsammlung.cmb-oase.de/produkt/ring-mit-zauberspruch/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 23 Oct 2023 11:56:30 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Ein Mann bekam gegen seine Krankheit einen Ring. Er steckte ihn an seine Hand und weg war das Leiden. Als er ihn mit einem Freund untersuchte, fand er darin die Worte: &#8222;Plage ihn nicht bis in die Hölle!&#8220; Der &#8222;Zauberer&#8220; eignet sich widerrechtlich Kräfte des Satans an und bringt andere unter die Macht des Teufels.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Mann bekam gegen seine Krankheit einen Ring. Er steckte ihn an seine Hand und weg war das Leiden. Als er ihn mit einem Freund untersuchte, fand er darin die Worte: &#8222;Plage ihn nicht bis in die Hölle!&#8220; Der &#8222;Zauberer&#8220; eignet sich widerrechtlich Kräfte des Satans an und bringt andere unter die Macht des Teufels.</p>
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