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	<title>Du sollst nicht begehren &#8211; CMV-Beispielsammlung</title>
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	<title>Du sollst nicht begehren &#8211; CMV-Beispielsammlung</title>
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		<title>Spielsüchtige Eltern</title>
		<link>https://beispielsammlung.cmb-oase.de/produkt/spielsuechtige-eltern/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 23 Oct 2023 12:20:05 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Auf dem evangelischen Friedhof in Ems steht über einem Kindergrab ein Kreuz, damit hat es folgende Bewandtnis: In Ems gab es früher eine Spielhölle. Da saß ein Russe, der schon in Wiesbaden viel Geld verloren hatte, mit seiner Frau am Spieltisch und setzte die geborgten Goldstücke, eins nach dem andern, und sah sie in die<div class="more-link">
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Auf dem evangelischen Friedhof in Ems steht über einem Kindergrab ein Kreuz, damit hat es folgende Bewandtnis: In Ems gab es früher eine Spielhölle. Da saß ein Russe, der schon in Wiesbaden viel Geld verloren hatte, mit seiner Frau am Spieltisch und setzte die geborgten Goldstücke, eins nach dem andern, und sah sie in die nimmersatte Kasse des Bankhalters rollen, eins nach dem andern. Wusste auch, dass sein Kind in dem Gasthof krank lag und ohne Pflege von Mutter und Vater an der Bräune stöhnte und sich geängstigt hin- und herwand. Der erste Kellner kommt und sagt dem Russen ins Ohr: &#8222;Die Kinderfrau lässt Ihnen sagen, Ihr Kind stirbt.&#8220; &#8222;Gleich, ich komme gleich&#8220;, antwortet der Spieler, der eben mit verstörter Miene seine Goldstücke dahinschwinden sieht. Der zweite Kellner kommt und sagt der Russin ins Ohr: &#8222;Die Kinderfrau lässt Ihnen sagen, Ihr Kind liegt im Sterben.&#8220; &#8222;Gleich, ich komme gleich&#8220;, sagte die Spielratte von Mutter. Genug &#8211; &#8211; noch zehn Minuten und das letzte Goldstück ist verspielt, und im Gasthof ist am Erstickungstod das arme Kind verschieden. Auf dem Kirchhof schläft der kleine Fremdling, vom Kreuz herab leuchtet Psalm 27 Vers 10: &#8222;Mein Vater und meine Mutter verlassen mich, aber der Herr nimmt mich auf!&#8220;</p>
<p>aus &#8222;Neues und Altes&#8220;</p>
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		<title>Altersgeiz?</title>
		<link>https://beispielsammlung.cmb-oase.de/produkt/altersgeiz/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 23 Oct 2023 12:10:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Opa Wolfgang stand stets zur Verfügung, wenn Schwiegertochter Marlies Unterstützung brauchte. Dies war oft der Fall, wenn in Haus und Garten etwas zu reparieren war. Ebenso war Opa der geduldigste Kinder-Hüter, wenn Mutter zu Besorgungen auswärts war. Interessiert nahm er Anteil an der schulischen Entwicklung der Kinder. Manchmal spendierte er ein Eis oder ein kleines<div class="more-link">
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Opa Wolfgang stand stets zur Verfügung, wenn Schwiegertochter Marlies Unterstützung brauchte. Dies war oft der Fall, wenn in Haus und Garten etwas zu reparieren war. Ebenso war Opa der geduldigste Kinder-Hüter, wenn Mutter zu Besorgungen auswärts war. Interessiert nahm er Anteil an der schulischen Entwicklung der Kinder. Manchmal spendierte er ein Eis oder ein kleines Spielzeug. Die Jahre gingen ins Land und nun stand die Hochzeit der erwachsen gewordenen Enkelin an. Groß war deren Enttäuschung, als Opa mit sehr ausführlichen Belehrungen einen recht geringen Betrag als Festgeschenk überreichte, obwohl man im Stillen mit einem wesentlichen Zuschuss zur neuen Wohnungseinrichtung gerechnet hatte, zumal bekannt war, dass er ein beachtliches Vermögen hatte. Der Besitz nächster Angehöriger kann manche Gedankengänge auslösen, besonders wenn ihr Ende näher kommt und die Frage nach einer möglichen Erbschaft ins Spiel kommt. Wie viel Streit und Zank ist selbst unter Christen schon entstanden, wenn die Regelung von Erbschaftsangelegenheiten anstand. Doch wie weit können wir gehen, wenn es um den Besitz Angehöriger geht? Haben wir ein moralisches Recht auf diesen Besitz? Darf man sich noch zu Lebzeiten der Angehörigen darüber Gedanken machen, was man von ihnen als Geschenk erhalten oder später erben könnte? Das 10. Gebot verbietet jedes Begehren oder sogar Einplanen von Besitztum, das man (noch) nicht sein Eigen nennen kann. Oft verstellt die Aussicht darauf den Blick für den Wert dieser Person, und vergessen sind die vielen »Geschenke« nicht-materieller Art, die wie im oben beschriebenen Beispiel das Leben der verwandten Personen längst »bereichert« hat. </p>
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		<item>
		<title>Ist Abwerbung legitim?</title>
		<link>https://beispielsammlung.cmb-oase.de/produkt/ist-abwerbung-legitim/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 23 Oct 2023 12:07:23 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Gerade waren sie noch Freunde in ihrem Verein, die miteinander durch dick und dünn gingen, dann wechselte einer der Fußballstars für Millionen die Farben, und jetzt sind sie erbitterte Gegner. Die Vorstandvorsitzenden in den Großunternehmen wechseln auch von AG zu AG und werden über Nacht zu den erbittertsten Konkurrenten gegenüber ihrem früheren Arbeitgeber. Wenn nun<div class="more-link">
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Gerade waren sie noch Freunde in ihrem Verein, die miteinander durch dick und dünn gingen, dann wechselte einer der Fußballstars für Millionen die Farben, und jetzt sind sie erbitterte Gegner. Die Vorstandvorsitzenden in den Großunternehmen wechseln auch von AG zu AG und werden über Nacht zu den erbittertsten Konkurrenten gegenüber ihrem früheren Arbeitgeber. Wenn nun bei meinem Konkurrenten am Markt gerade von einer kleinen Missstimmung zwischen Inhaber und Verkaufsleiter berichtet wird, soll ich da nicht fix zuschlagen, bevor ein anderer den guten Mann wegschnappt? Als Christ fällt mir da das zehnte Gebot ein. Es sieht so aus, als würde das Abwerben von Mitarbeitern von Gott auf die gleiche Stufe gestellt wie Ehebruch. »Lass die Finger von der Frau und auch von dem Mitarbeiter deines Nächsten!« Muss es denn wirklich so radikal gesehen werden, wie es Jesus in Matthäus 5,27 so ausdrückt: »… jeder, der eine Frau ansieht, sie zu begehren, hat schon Ehebruch mit ihr begangen in seinem Herzen.« Ich ergänze in Gedanken: Wer den Mitarbeiter seines Konkurrenten ansieht mit dem Wunsch, ihn abzuwerben, hat ihn schon in seinem Herzen gestohlen. Ich erinnere mich gut an einen tüchtigen Mitarbeiter eines Wettbewerbers, der als Lagerverwalter mit großem Engagement seine Kunden beriet und bediente. Manchmal kam mir der Gedanke: Den könnte ich mir gut vorstellen in unserem Team. Aber zum Glück tat ich nichts um ihn abzuwerben. Über zehn Jahre nach meinem ersten Kontakt kam er zu mir &#8211; ohne Abwerbung &#8211; ich konnte bis zu meinem eigenen Ruhestand sehr erfolgreich mit ihm zusammenarbeiten. </p>
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			</item>
		<item>
		<title>Ein Perlenhalsband für zehn Monate Gefängnis</title>
		<link>https://beispielsammlung.cmb-oase.de/produkt/ein-perlenhalsband-fuer-zehn-monate-gefaengnis/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 23 Oct 2023 12:01:49 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Zu der Gräfin Tscheskoff in St. Petersburg kam eines Tags ein Juwelenhändler und bot ihr ein Perlenhalsband von seltener Schönheit an, verlangte aber auch dafür die ungeheure Summe von 250.000 Rubel. Die eitle Dame hätte das Geschmeide gar zu gerne gehabt, aber der Preis war ihr doch zu hoch. &#8222;Nun, dann werde ich es der<div class="more-link">
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			</div>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Zu der Gräfin Tscheskoff in St. Petersburg kam eines Tags ein Juwelenhändler und bot ihr ein Perlenhalsband von seltener Schönheit an, verlangte aber auch dafür die ungeheure Summe von 250.000 Rubel. Die eitle Dame hätte das Geschmeide gar zu gerne gehabt, aber der Preis war ihr doch zu hoch. &#8222;Nun, dann werde ich es der Prinzessin N. anbieten&#8220;, sagte der Juwelenhändler. Da blitzte das Auge der Gräfin von giftigem Neide auf, denn die Prinzessin N. war ihre verhastete Nebenbuhlerin. Nach einigem Überlegen fragte sie den Händler, ob er ihr das Halsband zehn Monate aufbewahren wolle, dann werde sie es kaufen. Dieser erklärte sich damit einverstanden. Und was tat die Gräfin? Sie hatte ein Einkommen von jährlich 300.000 Rubel, verzichtete nun zehn Monate lang auf alle Bequemlichkeit, entließ ihre ganze Dienerschaft, verschloss ihren Palast und ging in ein griechisches Kloster. So ersparte sie sich in zehn Monaten 250.000 Rubel und konnte sich mit dem schönsten Halsgeschmeide der ganzen Stadt schmücken. Wenn man sie fragte, was es gekostet habe, so erwiderte sie lachend: &#8222;Zehn Monate Gefängnis.&#8220; Vgl. dagegen 1. Petr. 3,3 f., 1. Tim. 2,9 und Matth. 13,46.                   </p>
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			</item>
		<item>
		<title>Wie das ständige Vergleichen Menschen entfremdet</title>
		<link>https://beispielsammlung.cmb-oase.de/produkt/wie-das-staendige-vergleichen-menschen-entfremdet/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 23 Oct 2023 12:01:33 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Ein Seelsorger berichtet: Wie mir über den oberflächlichen Vergleichen der Nächste als Mensch entschwindet, ist mir klargeworden, als jemand zu mir kam und neiderfüllt sagte: &#8222;Sehen Sie, ich habe immer Pech, obwohl ich mich viel mehr anstrenge als Herr X und bestimmt genausoviel Köpfchen habe. Aber Herr X zieht immer das große Los. Seine Kinder<div class="more-link">
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Seelsorger berichtet: Wie mir über den oberflächlichen Vergleichen der Nächste als Mensch entschwindet, ist mir klargeworden, als jemand zu mir kam und neiderfüllt sagte: &#8222;Sehen Sie, ich habe immer Pech, obwohl ich mich viel mehr anstrenge als Herr X und bestimmt genausoviel Köpfchen habe. Aber Herr X zieht immer das große Los. Seine Kinder kriegen ständig Prämien in der Schule, während ich meine Früchtchen für teures Geld auf eine auswärtige Penne schicken muss. Auch mit meinem Personal habe ich dauernd Pech, Herr X aber hat Mitarbeiter, die Gold wert sind. Ja, mit solchen Leuten kann man etwas auf die Beine stellen, das ist keine Kunst.&#8220; &#8211; So ging die Litanei noch lange weiter. Schließlich hatte er über dem ewigen Vergleichen ebenfalls verstellte Gebärden bekommen, ähnlich wie Kain. Ich sagte ihm dann: &#8222;Sie würden also gerne mit Herrn X tauschen?&#8220; &#8222;Das kann man wohl sagen&#8220;, erwiderte er. &#8222;Aber sehen Sie mal&#8220;, fuhr ich fort, &#8222;eine solche Tauschaktion ist immer unteilbar, lieber Herr Y. Darum frage ich Sie: Würden Sie in allem &#8211; wirklich in allem! &#8211; mit Herrn X tauschen wollen? Mit seiner Ehe, mit seiner Gesundheit, mit seinem Lebensalter &#8211; er hat schon die ersten Kreislaufstörungen! -, mit seinem Termperament, seinen Überzeugungen?&#8220; Herr Y sah mich etwas verdutzt an und meinte dann: &#8222;Mit allem würde ich vielleicht doch nicht tauschen, denn dazu kenne ich ihn zu wenig und wüsste deshalb nicht, was ich dann alles eintauschen und schließlich mit in Kauf nehmen müsste.&#8220; &#8222;Sehen Sie&#8220;, so schloss ich dann die Unterredung, &#8222;Sie sind vom Neid zerfressen, aber Sie haben bei alledem nur etwas an Herrn X beneidet, Sie haben auch nur etwas an ihm gesehen. Er selbst steht für Sie im Dunkel und ist unerkannt. Wer dieser Herr X wirklich ist &#8211; mit seinen heimlichen Sorgen und Wunden, mit alledem, woran er hoffnungslos herumbohrt und woran er scheitert, ohne dass es irgend jemand sieht -, wer er wirklich ist, wer er im geheimen ist und wie ihn nur Gott allein kennt, das wissen Sie nicht, und das interessiert Sie schließlich auch gar nicht. Haben Sie einmal für Herrn X gebetet? Nur wenn Sie das in Liebe fertigbrächten, würden Sie eine Ahnung davon bekommen, dass Herr X unter den Augen Gottes noch etwas ganz anderes ist, als was Sie an ihm zu sehen belieben, wenn Sie voller Neid seine Fassade mustern.&#8220; </p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Weil Neid keine &#8222;grobe&#8220; Sünde ist</title>
		<link>https://beispielsammlung.cmb-oase.de/produkt/weil-neid-keine-grobe-suende-ist/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 23 Oct 2023 12:01:09 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Leslie B. Flynn schrieb: „Aber weil er keine grobe, fleischliche Sünde ist, sondern viel eher stinkig und spitzfindig, kann sich der Neid sogar in einen Mantel der Freundschaft kleiden, sich zu den Besuchen und zu den gemeinsamen Mahlzeiten bei anderen Leuten einschleichen, mit ihnen Kumpel sein und sie doch die ganze Zeit beneiden. Oder er<div class="more-link">
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			</div>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Leslie B. Flynn schrieb: „Aber weil er keine grobe, fleischliche Sünde ist, sondern viel eher stinkig und spitzfindig, kann sich der Neid sogar in einen Mantel der Freundschaft kleiden, sich zu den Besuchen und zu den gemeinsamen Mahlzeiten bei anderen Leuten einschleichen, mit ihnen Kumpel sein und sie doch die ganze Zeit beneiden. Oder er frisst sich ohne große Schwierigkeiten seinen Weg in die Gemeinde hinein. Wenn jemand in der Kirche einen Wutanfall erleiden sollte, würden das alle mitbekommen. Wenn du neidisch bist, braucht das nicht einmal dein Banknachbar zu wissen.&#8220; </p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Es ist unglaublich, an welchen Nichtigkeiten sich der Neid entzündet</title>
		<link>https://beispielsammlung.cmb-oase.de/produkt/es-ist-unglaublich-an-welchen-nichtigkeiten-sich-der-neid-entzuendet/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 23 Oct 2023 11:59:12 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Es ist unglaublich, an welchen Nichtigkeiten sich der Neid entzündet, und wie sehr ich also den anderen, den ich beneide, insofern degradiere, als ich in ihm nur noch den Träger solcher Nichtigkeiten sehe. An diesen vordergründigen Unterschieden, an diesen kleinsten Prestigedifferenzen kann ich mich förmlich zerreiben. Das kann mir die Nachtruhe rauben. Den anderen Menschen<div class="more-link">
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist unglaublich, an welchen Nichtigkeiten sich der Neid entzündet, und wie sehr ich also den anderen, den ich beneide, insofern degradiere, als ich in ihm nur noch den Träger solcher Nichtigkeiten sehe. An diesen vordergründigen Unterschieden, an diesen kleinsten Prestigedifferenzen kann ich mich förmlich zerreiben. Das kann mir die Nachtruhe rauben. Den anderen Menschen sehe ich darüber gar nicht mehr. Er ist für mich nur noch &#8211; und wie schrecklich ist das! &#8211; der Repräsentant von kleinen Vorteilen. Wie sehr mir darüber tatsächlich der Nächste als Mensch entschwindet, ist mir einmal klar geworden, als jemand zu mir kam und neiderfüllt sagte: &#8222;Sehen Sie, ich habe immer Pech, obwohl ich mich viel mehr anstrenge als Herr X und bestimmt genausoviel Köpfchen habe. Aber Herr X zieht immer das große Los. Seine Kinder kriegen ständig Preise in der Schule, während ich meine Früchtchen für teures Geld auf eine auswärtige Penne schicken muss. Auch mit meinem Personal habe ich dauernd Pech, Herr X aber hat Mitarbeiter, die Gold wert sind. Ja, mit solchen Leuten kann man etwas auf die Beine stellen, das ist keine Kunst.&#8220; &#8211; Und so ging es mit der Litanei noch lange weiter. Schließlich hatte er über dem ewigen Vergleichen ebenfalls verstellte Gebärden bekommen, ähnlich wie Kain. Ich sagte ihm dann: &#8222;Sie würden also gerne in vielem mit Herrn X tauschen?&#8220; &#8211; &#8222;Das kann man wohl sagen&#8220;, erwiderte er. &#8211; &#8222;Aber sehen Sie mal&#8220;, fuhr ich fort, &#8222;eine solche Tauschaktion ist immer unteilbar, lieber Herr Y. Darum frage ich Sie: Würden Sie in allem &#8211; wirklich in allem! &#8211; mit Herrn X tauschen wollen? Mit seiner Ehe, mit seiner Gesundheit, mit seinem Lebensalter &#8211; er hat schon die ersten Kreislaufstörungen! -, mit seinem Temperament, seinen Überzeugungen, seinem Glauben?&#8220; &#8211; Herr Y sah mich etwas verdutzt an und meinte dann: &#8222;Mit allem würde ich vielleicht doch nicht tauschen, denn dazu kenne ich ihn zu wenig und wüsste deshalb nicht, was ich dann alles eintauschen und schließlich mit in Kauf nehmen müsste.&#8220; &#8222;Sehen Sie&#8220;, so schloss ich dann die Unterredung, &#8222;Sie sind vom Neid zerfressen, aber Sie haben bei alledem nur etwas an Herrn X beneidet. Sie haben auch nur etwas an ihm gesehen. Er selbst steht für Sie im Dunkel und ist unerkannt. Wer dieser Herr X wirklich ist &#8211; mit seinen heimlichen Sorgen und Wunden, mit alledem, woran er hoffnungslos herumbohrt und woran er scheitert, ohne dass es irgendjemand sieht -, wer er wirklich ist, wer er im Geheimen ist und wie ihn nur Gott allein kennt, dass wissen Sie nicht und das interessiert Sie schließlich auch gar nicht. Haben Sie einmal für Herrn X gebetet? Nur wenn Sie das in Liebe fertigbrächten, würden Sie eine Ahnung davon bekommen, dass Herr X unter den Augen Gottes noch etwas ganz anderes ist, als was Sie an ihm zu sehen belieben, wenn Sie voller Neid seine Fassaden mustern.&#8220; (Helmut Thielicke, 1908-1986) </p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Wie viel Erde braucht ein Mensch?</title>
		<link>https://beispielsammlung.cmb-oase.de/produkt/wie-viel-erde-braucht-ein-mensch/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 23 Oct 2023 11:57:36 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Leo Tolstoi erzählt von einem Großknecht, der von seinem gütigen Herrn freigelassen wurde. Er sollte so viel Land zu eigen haben, wie er von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang umlaufen könnte. Beim ersten Sonnenstrahl des nächsten Tages machte sich der Mann auf den Weg. Er ruhte und rastete nicht, aß im Gehen, um nur ja keine Zeit<div class="more-link">
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			</div>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Leo Tolstoi erzählt von einem Großknecht, der von seinem gütigen Herrn freigelassen wurde. Er sollte so viel Land zu eigen haben, wie er von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang umlaufen könnte. Beim ersten Sonnenstrahl des nächsten Tages machte sich der Mann auf den Weg. Er ruhte und rastete nicht, aß im Gehen, um nur ja keine Zeit zu verlieren, Stück um Stück kam zu dem künftigen Besitz. Die Sonne neigte sich dem Westen zu, er beflügelte seine Schritte: Diese Wiese, jenes Waldstück, der Acker dort musste noch dazukommen! Bei Sonnenuntergang kam er am Ausgangspunkt an, ein Glücksgefühl durchzog die Brust: &#8222;Das alles gehört nun mir!&#8220; Und dann sank er, vom Herzschlag getroffen, tot zusammen. Tolstoi schließt die Erzählung: Wie wenig Erde braucht doch der Mensch  &#8211;  sechs Fuß tief unter dem Boden! </p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>&#8222;Gott bewahre uns vor dem Neid!&#8220;</title>
		<link>https://beispielsammlung.cmb-oase.de/produkt/gott-bewahre-uns-vor-dem-neid/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 23 Oct 2023 11:57:32 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Eine Geschichte erzählt von einem Vater, der den zarten jüngeren, dem älteren, etwas wilden Sohn vorzog. In einem Schaufenster hatten die Jungen eine blanke Kürassierrüstung gesehen und, begeistert davon, wünschten sie beide sich diese zu Weihnachten. Für den Jüngeren war sie fast zu groß. Weil jedoch der Ältere sich durch seinen Trotz des Vaters Tadel<div class="more-link">
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			</div>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Eine Geschichte erzählt von einem Vater, der den zarten jüngeren, dem älteren, etwas wilden Sohn vorzog. In einem Schaufenster hatten die Jungen eine blanke Kürassierrüstung gesehen und, begeistert davon, wünschten sie beide sich diese zu Weihnachten. Für den Jüngeren war sie fast zu groß. Weil jedoch der Ältere sich durch seinen Trotz des Vaters Tadel zugezogen hatte bekam sie der Jüngere. Das ganze Weihnachtsfest war dem Älteren verdorben. Obwohl der Jüngere ihm versicherte, dass er die Rüstung oft tragen dürfe und die Mutter dem Älteren ihre besondere Liebe schenkte, blieb er verschlossen. Die Nacht lag er wach &#8211; der Neid ließ ihm keine Ruhe.</p>
<p>Am nächsten Tag wollten die Kameraden Krieg spielen. &#8222;Wer soll der Hauptmann sein?&#8220;, fragte der große Bruder finster und schlug vor, der Kleine sollte in seiner Rüstung vorauslaufen und einen Vorsprung erhalten. Wer ihn einhole, bekomme die Rüstung. Keuchend stürzte der Kleine in seiner schweren Rüstung den Berg hinab wie ein gehetztes Reh. Bald hatte der Ältere ihn eingeholt, zog die Rüstung an, und das Spiel ging weiter. Der Abend kam heran. Wo war der kleine Bruder? Jetzt erst fiel es Eberhard ein, dass er gar nicht mitgespielt hatte, sondern sich weinend auf den Boden gelegt hatte. Eine Angst erfasste ihn, der Bruder war ja kränklich&#8230; Wie er nach Hause kam, fand er den Bruder krank. Nach vierzehn Tagen war er tot.</p>
<p>Viele Jahre sind verflossen. Eberhard ist ein alter Mann geworden. In seiner Wohnung hat er einen alten Schrank. Niemand weiß, was darin lag, nur ein naher Freund durfte einmal hineinschauen. Darin waren Stücke einer alten Kinderrüstung. Er hat dem Freund die Geschichte erzählt. Durch sein ganzes Leben hat er Leid getragen um seinen Bruder. Tief erschüttert schloss er seine Erzählung: &#8222;Gott bewahre uns vor dem Neid!&#8220;</p>
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			</item>
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