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	<title>Christi Leiden und Kreuzigung &#8211; CMV-Beispielsammlung</title>
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	<title>Christi Leiden und Kreuzigung &#8211; CMV-Beispielsammlung</title>
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		<title>Vater, bitte rette mich!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 23 Oct 2023 12:19:09 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Die Berichte aus dem Erdbebengebiet sind erschütternd. Aber sie geben nur knapp das Grauen wieder, das die Menschen dort erlebt haben. Unter Tränen bittet ein Vater die Leute um Hilfe, um seine Angehörigen aus den Trümmern des zusammengestürzten Hauses zu bergen. &#8222;Mein Sohn schrie: Vater, bitte rette mich!&#8216;, als die Decke des Wohnzimmers einstürzte und<div class="more-link">
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Berichte aus dem Erdbebengebiet sind erschütternd. Aber sie geben nur knapp das Grauen wieder, das die Menschen dort erlebt haben. Unter Tränen bittet ein Vater die Leute um Hilfe, um seine Angehörigen aus den Trümmern des zusammengestürzten Hauses zu bergen. &#8222;Mein Sohn schrie: Vater, bitte rette mich!&#8216;, als die Decke des Wohnzimmers einstürzte und die Wände umfielen. Ich höre ihn immer noch schreien, erzählt der Vater. Solche Worte lassen uns nicht los. Unsere Empfindungen werden wach, wenn wir an den sterbenden Sohn denken und an das Gefühl der Ohnmacht des Vaters, der nicht helfen konnte, aber das Unglück ansehen musste. Lange vorher rief ein anderer zu seinem Gott und Vater: &#8222;Rette mich!&#8220; Unschuldig war Er von gefühllosen Menschen gekreuzigt worden. Angesichts des Todes stieg dieser Ausruf gleichsam aus seiner Seele zu Gott empor. Aber die Situation war hier ganz anders. Der mächtige Gott konnte helfen, konnte jederzeit zugunsten seines Sohnes einschreiten und &#8211; tat es nicht. </p>
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		<title>Eine Straße direkt zum Herzen Gottes</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 23 Oct 2023 12:18:55 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[»Einmal saß ich in Somalia in einem Postamt, und Sie dürfen sich dabei nicht so ein prachtvolles Gebäude wie die Hauptpost hier in Wellington vorstellen. Es war eine kleine Blechhütte mit einem Boden, der etwa zehn Zentimeter hoch mit Staub bedeckt war, und eine kleine hölzerne Kiste mit einer Menge staubiger Briefe darin. Nun, es<div class="more-link">
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										<content:encoded><![CDATA[<p>»Einmal saß ich in Somalia in einem Postamt, und Sie dürfen sich dabei nicht so ein prachtvolles Gebäude wie die Hauptpost hier in Wellington vorstellen. Es war eine kleine Blechhütte mit einem Boden, der etwa zehn Zentimeter hoch mit Staub bedeckt war, und eine kleine hölzerne Kiste mit einer Menge staubiger Briefe darin. Nun, es gelang mir, eines dieser Postämter für eine Bibelstunde zu bekommen, und wir waren zu sieben oder acht Somalis und ich. Ich werde zu ihrer Kleidung nicht viel sagen, aber einer trug ein Leopardenfell und hörte auf den wohlklingenden Namen ›Zweieinhalbpence‹. Er wusste nicht, was sein Name bedeutet, und so machte es nichts aus. Während meiner Andacht schaute ich ihn an und fragte, ohne dabei zu schmunzeln: ›Lieber Bruder Zweieinhalbpence, kannst du mir sagen, warum uns die Heilige Schrift lehrt, dass ein Soldat seine Lanze in die Seite unseres Heilandes stieß und dort Blut und Wasser herauskam?‹ Und dieser ungebildete Wilde, der seinen Retter erst kurze Zeit kannte, und aus dem tiefsten Heidentum stammte, gab eine Antwort, wie sie kein Gelehrter im ganzen Commonwealth besser hätte geben können. Er sagte: ›Mein lieber weißer Bruder, ich denke, damit die ganze Welt sehen konnte, dass durch den Tod unseres Heilandes eine Straße direkt zum Herzen Gottes eröffnet wurde.‹« Harold St. Joh, S.121 </p>
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		<title>Goethe über Christus</title>
		<link>https://beispielsammlung.cmb-oase.de/produkt/goethe-ueber-christus/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 23 Oct 2023 12:14:54 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Goethe hatte eine Zeit, in der er sehr kämpferisch alles Christliche verwarf und bekämpfte. In seinen Xenien schrieb er: &#8222;Kreuzigen sollte man jeden Schwärmer im dreißigsten Jahr&#8230; Wenige sind mir jedoch wie Gift und Schlange zuwider, viere: Rauch des Tabaks, Wanzen und Knoblauch und Kreuz.&#8220; (W. Busch, Plaudereien, Schriftenmission Gladbeck 1982)]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Goethe hatte eine Zeit, in der er sehr kämpferisch alles Christliche verwarf und bekämpfte. In seinen Xenien schrieb er: &#8222;Kreuzigen sollte man jeden Schwärmer im dreißigsten Jahr&#8230;  Wenige sind mir jedoch wie Gift und Schlange zuwider, viere: Rauch des Tabaks, Wanzen und Knoblauch und Kreuz.&#8220; (W. Busch, Plaudereien, Schriftenmission Gladbeck 1982) </p>
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		<title>Identifikation mit Christi Tod</title>
		<link>https://beispielsammlung.cmb-oase.de/produkt/identifikation-mit-christi-tod/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 23 Oct 2023 12:12:47 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Wenn wir uns dem Kreuz nähern, um es zu untersuchen, wird es sich uns entziehen. Wenn wir uns ihm nähern, um darüber nachzudenken, wird es uns verlegen machen. Der einzige Weg, sich dem Kreuz zu nähern und es zu verstehen, führt über die Identifikation. (Dr. G. Campbell Morgan)]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn wir uns dem Kreuz nähern, um es zu untersuchen, wird es sich uns entziehen. Wenn wir uns ihm nähern, um darüber nachzudenken, wird es uns verlegen machen. Der einzige Weg, sich dem Kreuz zu nähern und es zu verstehen, führt über die Identifikation. (Dr. G. Campbell Morgan) </p>
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		<title>Gewissheit der Liebe Jesu Christi</title>
		<link>https://beispielsammlung.cmb-oase.de/produkt/gewissheit-der-liebe-jesu-christi/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 23 Oct 2023 12:08:54 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Der alte fromme Valerius Herberger lag einst auf seinen Knien am Sterbebette seines sechsjährigen Kindes. Das Ende war nahe, der Vater wusste es und sein Herz wollte ihm brechen, so lieb hatte er das Kind. Es war auch ein liebes frommes Kind, darum hatte es der Herr Jesus noch viel lieber. Und Herberger fragte das<div class="more-link">
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Der alte fromme Valerius Herberger lag einst auf seinen Knien am Sterbebette seines sechsjährigen Kindes. Das Ende war nahe, der Vater wusste es und sein Herz wollte ihm brechen, so lieb hatte er das Kind. Es war auch ein liebes frommes Kind, darum hatte es der Herr Jesus noch viel lieber. Und Herberger fragte das Kind: &#8222;Mein Kind, du wirst nun bald von uns gehen und sterben, fürchtest du dich auch vor dem Sterben?&#8220; &#8222;Nein, lieber Vater,&#8220; antwortete das Kind, &#8222;ich fürchte mich nicht zu sterben.&#8220; &#8222;Warum ist dir denn nicht bange vor dem Tode?&#8220;, fragte der Vater weiter. &#8222;Weil ich ja zu Jesus gehe, der mich so lieb hat&#8220;, war die treuherzige Antwort. &#8222;Aber woher weißt du denn, dass Er dich lieb hat?&#8220;, fragte der Vater weiter. Und das kranke, todesmatte Kind, das gar nicht verstand, warum der Vater so seltsam fragte, richtete sich aus seinen Kissen auf, sah den Vater mit großen Augen an, mit so großen, tiefen Augen, wie nur Sterbende sie haben, dann breitete es die Arme aus und sagte in tiefster Bewegung: &#8222;So hat er ja für mich am Kreuz gehangen!&#8220; Und dann sank es erschöpft in die Kissen zurück, die müden Augen fielen zu und das müde, kleine Herz war entschlafen &#8211; in den Armen Jesu. </p>
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			</item>
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		<title>Der Stellvertreter am Kreuz</title>
		<link>https://beispielsammlung.cmb-oase.de/produkt/der-stellvertreter-am-kreuz/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 23 Oct 2023 12:08:52 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Das Grab einer wohlhabenden Dame in China war geplündert worden und der Mann, namens Liu, auf den der Verdacht fiel, wurde verhaftet. Die Tat konnte ihm zwar nicht nachgewiesen werden, aber da das Volk stürmisch nach Sühne des Verbrechens verlangte, so wurde der Unglückliche unbarmherzig zum Tode am Kreuz verurteilt. Alle, die ihn kannten, hielten<div class="more-link">
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Das Grab einer wohlhabenden Dame in China war geplündert worden und der Mann, namens Liu, auf den der Verdacht fiel, wurde verhaftet. Die Tat konnte ihm zwar nicht nachgewiesen werden, aber da das Volk stürmisch nach Sühne des Verbrechens verlangte, so wurde der Unglückliche unbarmherzig zum Tode am Kreuz verurteilt. Alle, die ihn kannten, hielten ihn für unschuldig und seine Angehörigen taten ihr möglichstes, um seine Freisprechung zu erlangen, aber vergeblich. Eine Gnadenfrist von wenigen Tagen war die einzige Vergünstigung, die sie erreichen konnten und diese wussten sie, um möglicherweise den Schuldigen zu entdecken. Nachdem dieses bekannt geworden war, kam eines Tages ein junger Mann zu einem Freunde des Verurteilten und fragte ihn: &#8222;Was würden Sie einem Manne geben, der sich des Verbrechens anklagte, für das Herr Liu zum Tode verurteilt ist?&#8220; &#8222;Wissen Sie, wer das Verbrechen begangen hat?&#8220; &#8222;Das nicht, aber ich weiß jemanden, der bereit wäre, die Schuld auf sich zu nehmen, wenn eine genügende Summe dafür gezahlt würde.&#8220; &#8222;Wie heißt der Betreffende?&#8220; &#8222;Der Name tut nichts zur Sache. Die Frage ist: Wollen Sie auf einen derartigen Handel eingehen oder nicht?&#8220; &#8222;Ja.&#8220; &#8222;Was würden Sie einem Ersatzmann bieten?&#8220; &#8222;Zuerst muss ich wissen, wer es ist.&#8220; &#8222;Ich bin es selber. Wenn ein genügender Preis bezahlt wird, will ich bekennen, das Verbrechen begangen zu haben.&#8220; &#8222;Haben Sie wirklich das Grab geplündert?&#8220; &#8222;Nein, ich kenne auch nicht den Täter, doch macht dies keinen Unterschied. Die Mandarine wollen um jeden Preis ein Opfer haben, wer sich dazu hergibt, ist ihnen einerlei. Seit einiger Zeit fühle ich, dass meine Gesundheit nachlässt, voraussichtlich lebe ich nicht mehr lange und es wäre mir ein beruhigender Gedanke, meinen armen Eltern durch meinen Tod einen sorgenfreien Lebensabend zu sichern. Wenn Sie also darauf eingehen, mir 1000 Dollar zu zahlen, so erkläre ich mich bereit, mich als den Schuldigen zu bekennen und an Herrn Lius Stelle den Tod zu erleiden.&#8220; &#8222;Tausend Dollar! Ihrem Aussehen nach leben Sie keine zwei Jahre mehr und können demnach kaum mehr als hundert Dollar vor Ihrem Tode verdienen. Sobald Sie auf ein vernünftiges Angebot einzugehen bereit sind, will ich weiter mit Ihnen reden.&#8220; &#8222;Und die Schmerzen, vor allem aber die Schmach eines solchen Todes &#8211; sollen diese gar nicht in Betracht kommen?&#8220; &#8222;Ach was! Der Schmerz ist bald vorüber und wenn Sie einmal tot sind, wissen Sie nichts mehr von der Schmach.&#8220; &#8222;Wenn Sie glauben, in der Geisterwelt fühlte ich die Schmach nicht, irren Sie gewaltig. Und meinen Sie, meine armen Eltern litten etwa nicht darunter? Soll ich ihnen umsonst Schande machen? Wer wird den Vater oder die Mutter eines Gekreuzigten je achten?&#8220; Nach vielem Hin- und Herreden wurde endlich der Handel abgeschlossen und der junge Mann erklärte sich bereit, die Stelle des Verurteilten einzunehmen unter der Bedingung, dass ihm 50 Dollar ausbezahlt würden, sobald er in Gegenwart von Zeugen ein volles Geständnis des Verbrechens abgelegt habe. Weitere 250 Dollar sollten die Eltern unmittelbar vor der Exekution in Empfang nehmen, der Verurteilte und seine Angehörigen versprachen aber, ihr Möglichstes zu tun, um zu erwirken, dass die Kreuzigung in eine weniger grausame Todesart umgewandelt werde. Wie verabredet, nahm er also am letzten Tage die Stelle des Verurteilten ein, während dieser in Freiheit gesetzt wurde. Die versprochene Summe wurde ausgezahlt und Herr Liu, sowie dessen Angehörige taten ihr Möglichstes, um die Kreuzigung in eine mildere Strafe umzuwandeln &#8211; aber vergeblich. Die Chinesen betrachten den Leichenraub mit solcher Abscheu, dass Leute, welche sich dieses Verbrechens schuldig machen, bei ihnen auf kein Erbarmen rechnen dürfen. Am nächsten Morgen, nachdem die Summe von 300 Dollar für die Stellvertretung bezahlt worden war, wurde der junge Mann in Begleitung seiner Angehörigen und Freunde in aller Frühe zur Richtstätte hinausgeführt und ohne weiteres ans Kreuz genagelt. Letzteres wurde dann aufgerichtet und in die Erde geschlagen, worauf der Unglückliche allen Qualen eines langsamen Todes, wie man ihn sich nicht schrecklicher denken kann, übergeben wurde. Viele sahen dem schrecklichen Schauspiele zu, machten sich über die Qualen des armen Mannes lustig und gaben auf alle Weise zu erkennen, wie sehr sie mit der Strafe einverstanden waren. Die einen fragten, wie es ihm da oben gefalle, ob er von seinem erhöhten Standpunkte aus die Menge übersehen könne, ob ihm das Gräberplündern viel eingetragen habe usw. Andere sahen schweigend zu und vergaßen über dem Mitleid mit dem unglücklichen Opfer ihre Abscheu vor der Gräueltat, wenn sie auch nicht wagten, diesem Gefühle Ausdruck zu geben, um nicht des Einverständnisses mit dem Verbrecher beschuldigt zu werden. Neben dem Kreuze standen die trauernden Eltern. Ihren kummervollen Mienen sah man es an, wie furchtbar sie mit dem Sohne litten, wie seine Qualen ihm durch Mark und Bein gingen, in dem liebevollen Blick, mit dem sie unverwandt an des Sohnes schmerzverzerrten Zügen hingen, spiegelte sich aber zugleich noch ein ganz anderes Gefühl, mächtiger noch als Schmerz und Mitleid &#8211; das Gefühl unbegrenzter Bewunderung für den heldenmütigen Sohn, der sein Leben für seine Eltern gab. Schweigend rieb der alte Vater sachte die Glieder des Sohnes, während die Mutter seine Füße badete und mit tränenerstickter Stimme bald ihrem Mitleid und Schmerz, bald ihrer Bewunderung Ausdruck gab. Dazwischen schalt sie wohl auch die schaulustige Menge über ihre Herzlosigkeit und erklärte laut des Sohnes Unschuld, indem sie erzählte, dass er freiwillig an eines anderen Stelle den Tod erlitt, um seinen alten Eltern einen sorgenfreien Lebensabend zu bereiten und sie vor Not zu schützen. Mit beredten Worten schilderte sie alsdann, wie ihr Sohn für seine Selbstaufopferung und edle Kindesliebe zu Ehre und Ansehen gelangen und den wohlverdienten Lohn empfangen werde, während sie alsdann von der Hölle aufblicken und ihn bitten müssten, Mitleid mit ihrer Qual zu haben.  Der Unglückliche versuchte seine Leiden in Geduld zu tragen, aber die furchtbaren Qualen standen auf seinem Gesicht geschrieben und erpressten ihm schließlich laute Schmerzensrufe. Er flehte die Umstehenden an, ihn doch von der namenlosen Pein zu befreien, erklärte laut, dass er unschuldig sei und an eines anderen Statt leide und bat die anwesenden Freunde den Mandarinen den wahren Sachverhalt zu offenbaren und ihn von seiner Qual zu erlösen. Sehnlichst verlangte er nach dem Tode, man möge ihn erschießen oder erstechen, nur auf irgendeine Weise den entsetzlichen Qualen ein Ende machen. Dieses Jammergeschrei wechselte ab mit kläglichen Rufen nach Wasser. Während der Vater alle bisherigen Bitten mit einem dumpfen Schmerzenslaut beantwortet hatte, ließ er alles im Stich, sobald das Verlangen nach Wasser sich den Lippen des Unglücklichen entrungen hatte. So schnell ihn seine alten Füße tragen konnten, holte er eine Stange herbei, befestigte einen mit Wasser gefüllten Becher daran und bot dem halb Verschmachteten die einzige Erquickung, die er imstande war zu geben. Nur wenige Tropfen konnte der Ärmste auf diese Weise erhaschen, aber sie verschafften ihm doch eine kleine Erleichterung und für den alten Vater war es eine Beruhigung, den brennenden Durst wenigstens für einen Augenblick gestillt zu haben. Auch der Mutter Hinweis auf das sorgenfreie Alter, welches seine Leiden den Eltern erkauften, so wie deren wiederholte Versicherung, dass die Götter solche Kindesliebe nicht unbelohnt lassen würden, schienen ihm für einen Augenblick Trost zu gewähren, wenigstens verstummte daraufhin zuweilen das Jammergeschrei. Auf ihre Vorstellung wie bald nun seine Leiden zu Ende seien und dass er alsdann in der Geisterwelt den wohlverdienten Lohn empfangen werde, den seine Eltern für ihn zu erflehen nicht aufhören wollten, stieß er unter herzzerreißendem Stöhnen hervor: &#8222;Wahrhaftig, für meine Eltern ist mir nicht leicht etwas zu viel, aber diese Schmerzen sind unerträglich. Wenn nur der Tod nicht so lange auf sich warten ließe! Wenn ihr mich lieb habt, so beschleunigt ihn auf irgendeine Weise. Gebt mir Gift oder erstecht mich, damit endlich diese entsetzlichen Qualen ein Ende nehmen.&#8220; Den ganzen Tag über lösten sich die Zuschauer ab, so dass das Kreuz immer von einer Menge Menschen umringt war. Lange schon waren die Schmähungen verstummt, man hörte nur noch Worte des Mitleids und der herzlichsten Teilnahme. Die es am längsten am Fuße des Kreuzes ausgehalten hatten, empfanden das größte Mitleid, sie waren es auch, welche Späterkommenden etwaige Spottreden verwiesen. Es müsste auch einer ein Herz aus Stein gehabt haben, um nur eine einzige Stunde solche Qualen mit ansehen zu können, ohne tiefstes Mitleid zu empfinden. Die wiederholte Versicherung der Mutter, ihr Sohn sei unschuldig und sterbe freiwillig an eines anderen Statt, um seinen Eltern ein sorgenfreies Alter zu verschaffen, blieb auch nicht ohne Wirkung. Besonders als solche, welche den Sachverhalt genau kannten, die Wahrheit solcher Versicherung verbürgten, wurde mancher anfangs feindlich Gesinnte zum teilnehmenden Freunde und zollte dem edlen Sohne aufrichtige Bewunderung und Verehrung. Kindesliebe findet nämlich in China allgemeine Anerkennung und wird auf das sorgfältigste gepflegt, so dass Beispiele wie das eben angeführte gar nicht so ungewöhnlich sein dürften. Dennoch fiel es keinem ein, den Mann zu befreien. Das Verbrechen war erwiesen: der unglückliche, junge Mann hatte sich bereit erklärt, die Strafe zu tragen, folglich war nichts für ihn zu tun. So großes Mitleid die Umstehenden auch fühlen mochten, hätte doch keiner es gewagt, das elende Opfer eines grausamen Herkommens der Strafe zu entziehen. Mit wenig Unterbrechungen dauerte das herzzerreißende Jammergeschrei des Unglücklichen den ganzen Tag fort, gegen Abend traten längere Pausen ein, die Schmerzenslaute drangen nicht mehr so Mark und Bein erschütternd durch die Luft, der Ruf nach Wasser ertönte nur noch mit schwacher Stimme, allem Anschein nach hatten die Kräfte bedeutend nachgelassen. &#8211; Die Menge war mit einbrechender Dunkelheit in die Stadt zurückgekehrt und als es dunkel wurde, standen nur noch zwei einsame Wächter am Fuße des Kreuzes. &#8222;Endlich sind sie fort,&#8220; kam es da mit fieberhafter Hast von den Lippen des Sterbenden, &#8222;lasst mich nicht noch länger warten!&#8220; &#8222;Es steht schon lange bereit,&#8220; erwiderte die Mutter mit leiser Stimme, doch so, dass der Sohn sie verstehen konnte, &#8222;der Vater wird dir&#8217;s sogleich geben.&#8220; Und diesmal war es nicht Wasser allein, welches ihm mit Hilfe der Stange hinaufgereicht und dem sehnsüchtig Harrenden einige Minuten vor den Mund gehalten wurde. Nachdem der Vater die Stange wieder heruntergezogen hatte, blieb das Elternpaar schweigend am Fuße des Kreuzes stehen, nur mit den Händen zärtlich die ersterbenden Gliedmaßen des Sohnes reibend. Seine Klagerufe drangen nicht mehr hinaus in die Nacht, das Stöhnen wurde schwächer und immer schwächer, bis es gänzlich erstarb. Ein letzter Seufzer entrang sich den bleichen Lippen. Die Gestalt des Sterbenden erbebte leise, dann war alles still. Der Trank hatte seine Wirkung getan, der Todeskampf war vorüber, der Gekreuzigte endlich von seinen Qualen erlöst. &#8211; Als der Morgen graute, saßen die beiden treuen Wächter immer noch unter dem Kreuze und blickten wohl wehmütig, aber doch mit unverkennbarem Stolze in das bleiche Antlitz ihres toten Sohnes. Ihnen war er mehr als ein geliebtes Kind, sie verehrten ihn beinahe wie einen Gott. Und doch war er nur ein Chinese, einer jener halbzivilisierten Wesen, von denen die Welt nur mit Verachtung spricht. Doch warum teilen wir diese Begebenheit, welche der &#8222;Allg. Missions-Zeitschrift&#8220; von Warneck entnommen ist, mit? Nicht so sehr, um Bewunderung für den Sohn hervorzurufen, der seinen alten Eltern zu Liebe eine derartige Todesstrafe auf sich nahm, sondern, damit wir in diesen Tagen, wo wir des Leidens und Sterbens unseres Herrn und Heilandes gedenken, auch recht bedenken, was der Herr erduldet hat. Wir haben es von Jugend auf gehört, dass Jesus gekreuzigt ist, aber was das in sich schließt, an Qualen und Schmerzen, das ahnen wir nicht und oberflächlich, wie wir von Natur sind, denken wir in der Regel nicht viel darüber nach. Da kann uns die obige Erzählung zum tieferen Einblick in die körperlichen Leiden dienen, die der Herr am Kreuze erduldet hat. Und diese Leiden waren ja noch nicht die schwersten &#8211; was hat erst seine Seele gelitten! Und da Er das alles für uns getan hat, so lasst uns doch bedenken, was es ihn gekostet hat, uns zu erlösen und lasst uns ihm das Wenige, was der Herr von uns fordert, gern opfern, damit Er auch an uns den Lohn Seiner unendlichen Schmerzen empfängt. </p>
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			</item>
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		<title>Verfolgung als ein Ehrenkranz</title>
		<link>https://beispielsammlung.cmb-oase.de/produkt/verfolgung-als-ein-ehrenkranz/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 23 Oct 2023 12:08:50 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Ein Gottesmann in England, Charles Simeon in Cambridge, hatte seinerzeit um des treuen Bekenntnisses willen zu Jesus viel zu erdulden. Obgleich er die Schmach Christi sonst tapfer zu tragen pflegte, ward es ihm doch einmal sehr schwer, dass niemand mit ihm etwas zu tun haben wollte. Er trug ein Neues Testament bei sich und da<div class="more-link">
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			</div>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Gottesmann in England, Charles Simeon in Cambridge, hatte seinerzeit um des treuen Bekenntnisses willen zu Jesus viel zu erdulden. Obgleich er die Schmach Christi sonst tapfer zu tragen pflegte, ward es ihm doch einmal sehr schwer, dass niemand mit ihm etwas zu tun haben wollte. Er trug ein Neues Testament bei sich und da ihn der Schmerz übermannen wollte, bat er den Herrn, ihm doch jetzt ein Trostwort aus Seinem Worte zu schenken. Wie er nun das Buch öffnet, fällt sein Blick gerade auf das Wort: &#8222;Sie fanden einen Menschen von Kyrene, mit Namen Simon (oder Simeon),  den zwangen sie, dass er Ihm Sein Kreuz trug&#8220; (Matth. 27,32). &#8211; &#8222;Als ich das las,&#8220; erzählt er selber, &#8222;rief ich aus: &#8218;Herr, lege es auf mich, lege es auf mich! Gern will ich das Kreuz um Deinetwillen tragen.&#8216; Und fortan wand ich die Verfolgung als ein Ehrenkranz um mein Haupt.&#8220; </p>
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			</item>
		<item>
		<title>Hat man dich schon so wie Jesus behandelt?</title>
		<link>https://beispielsammlung.cmb-oase.de/produkt/hat-man-dich-schon-so-wie-jesus-behandelt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 23 Oct 2023 12:08:50 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Ein gläubiger Mann klagte einem befreundeten Pastor, wie schwer er es habe. Da fragte ihn derselbe: &#8222;Hat man die je ins Angesicht gespieen?&#8220; &#8211; &#8222;Das gerade noch nicht,&#8220; war die Antwort. &#8211; &#8222;Haben sie dich schon geschlagen?&#8220; &#8211; Nein!&#8220; &#8211; &#8222;Haben sie dich denn schon mit Dornen gekrönt?&#8220; Diese letzte Frage beantwortete er gar nicht,<div class="more-link">
				 <a href="https://beispielsammlung.cmb-oase.de/produkt/hat-man-dich-schon-so-wie-jesus-behandelt/" class="link-btn"><span>Weiterlesen </span><i class="icofont-thin-double-right"></i></a>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Ein gläubiger Mann klagte einem befreundeten Pastor, wie schwer er es habe. Da fragte ihn derselbe: &#8222;Hat man die je ins Angesicht gespieen?&#8220; &#8211; &#8222;Das gerade noch nicht,&#8220; war die Antwort. &#8211; &#8222;Haben sie dich schon geschlagen?&#8220; &#8211; Nein!&#8220; &#8211; &#8222;Haben sie dich denn schon mit Dornen gekrönt?&#8220; Diese letzte Frage beantwortete er gar nicht, sondern beugte beschämt sein Haupt. Da sagte der Geistliche: &#8222;Sieh, dein und mein Meister wurde so behandelt und Seine Jünger flohen und ließen Ihn in den Händen der Gottlosen. Doch tat Er seinen Mund nicht auf.&#8220; Diese Unterhaltung diente dem Mann, der es so schwer zu haben meinte, zum großen Segen. Sein Klagen verwandelte sich in Loben. </p>
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		<title>Eine echte Dornenkrone</title>
		<link>https://beispielsammlung.cmb-oase.de/produkt/eine-echte-dornenkrone/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 23 Oct 2023 12:08:50 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[In einer Sonntagsschule befand sich ein ganz besonders böser Junge, der schon so viel Störung während der Stunde hervorgerufen hatte, dass der Leiter der Sonntagsschule sich fest vorgenommen hatte, ihm am folgenden Sonntag zu sagen, er dürfe nicht wiederkommen. Aber gerade an diesem Sonntag sprach zu den Kindern ein Mann, der im Heiligen Lande gewesen<div class="more-link">
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										<content:encoded><![CDATA[<p>In einer Sonntagsschule befand sich ein ganz besonders böser Junge, der schon so viel Störung während der Stunde hervorgerufen hatte, dass der Leiter der Sonntagsschule sich fest vorgenommen hatte, ihm am folgenden Sonntag zu sagen, er dürfe nicht wiederkommen. Aber gerade an diesem Sonntag sprach zu den Kindern ein Mann, der im Heiligen Lande gewesen war. U.a. zeigte er ihnen auch eine Dornenkrone, wie Jesus sie getragen haben mag. Er beschrieb ihnen, wie die grausamen Leute die Dornenkrone Ihm wohl aufs Haupt gedrückt haben, bis Sein ganzes Gesicht verschrammt und blutig gewesen sei. Am Schluss der Stunde drängte sich dieser böse Knabe nach vorn und die anderen Knaben folgten ihm neugierig. Sie dachten: Was er jetzt wohl wieder im Schilde führt! Und einige mochten leider denken: Nun gibt&#8217;s wieder neuen Spaß durch ihn! Aber der Knabe war ganz ernster Miene. Er dachte nicht an Scherz oder gar Unfug. Er fragte den Redner, ob er die Dornenkrone einmal in die Hand nehmen dürfe. Als ihm die Erlaubnis gegeben war, berührte er ganz nachdenklich mit seinen Fingerspitzen die Dornen und sagte vor sich hin: &#8222;Es muss Ihm furchtbar weh getan haben! O, es muss ihm furchtbar weh getan haben!&#8220; Von dem Tage an war er ein anderer Knabe. Er hatte einen Begriff davon bekommen, wie sehr Jesus für ihn hatte leiden müssen. </p>
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		<title>Sein Schweiß wie Blutstropfen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 23 Oct 2023 12:08:46 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Sein Schweiß wie Blutstropfen (Luk. 22,44) Nur von einem Menschen noch, von Karl IX. von Frankreich, behauptet man, dass er, unter den Anklagen des Richters in seiner Brust, im buchstäblichen Sinne des Wortes blutigen Angstschweiß vergossen habe. Er war der Mörder Tausender von Gliedern Christi. Jesus aber trug die Gesamtschuld der ganzen Welt!]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Sein Schweiß wie Blutstropfen (Luk. 22,44) Nur von einem Menschen noch, von Karl IX. von Frankreich, behauptet man, dass er, unter den Anklagen des Richters in seiner Brust, im buchstäblichen Sinne des Wortes blutigen Angstschweiß vergossen habe. Er war der Mörder Tausender von Gliedern Christi. Jesus aber trug die Gesamtschuld der ganzen Welt! </p>
]]></content:encoded>
					
		
		
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