Eine antikirchliche Anordnung rettete 400 Christen vor der Flut

Aceh (idea) – Einer antikirchlichen Anordnung verdanken rund 400 Christen auf der indonesischen Insel Sumatra ihr Leben. Wie erst jetzt bekannt wurde, hatten die Behörden der Stadt Meulaboh in der überwiegend islamischen Provinz Aceh der Gemeinde verboten, am 25. Dezember einen Weihnachtsgottesdienst zu feiern. Sie erlaubten nur eine Feier außerhalb der Stadt auf einem Hügel. Die Christen verbrachten dort auch die Nacht. Als am nächsten Morgen die Flutwellen kamen, die auf Sumatra mehr als 120.000 Menschen töteten, blieb der Hügel verschont. Meulaboh wurde zu 80 Prozent zerstört, 80 Prozent der etwa 50.000 Einwohner kamen um. Die Bewahrung der Christen habe die Menschen verwirrt, teilten Augenzeugen mit. Zahlreiche Moslems seien der Ansicht, der Gott der Christen habe sie bestraft, weil sie die Weihnachtsfeiern verboten hätten. Andere könnten nicht glauben, dass kein Christ starb, während mehrere zehntausend Moslems allein in dieser Stadt umkamen. Die Christen empfänden ihre Bewahrung als Auftrag, ihren rettenden Gott zu bezeugen. (idea 019/2005/7)

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