Martin Rinckart (1586-1649) kam zu Beginn des Dreißigjährigen Krieges (1618-1648) nach Eilenberg. Da die Stadt eine Mauer hatte, kamen viele Menschen her und suchten Schutz. Dadurch brachten sie die Pest in die Stadt. Als diese 1637 ausbrach, war Rinckart der einzige Pfarrer in der Stadt. In diesem Jahr beerdigte er 4.480 Bewohner, darunter auch seine Frau. An manchen Tagen sogar über 70 Personen. Während der letzten Jahre wurde die Stadt dreimal verwüstet. Trotz Hungersnot, trotz vielem Leid sprach er jeden Tag mit seinen Kindern das Dankgebet aus Sirach 50,24-26. Bald kleidete er diese Verse aus den Apokryphen in Gedichtform: ‚Nun danket alle Gott, mit Herzen Mund und Händen.‘ Damit schenkte er den Christen deutscher Zunge eines der schönsten Lob- und Danklieder überhaupt.
Nun danket alle Gott
Schlagwörter: Entstehungsgeschichten einzelner Lieder, Liedgut
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