Das letzte Werk des italienischen Malers Raffael ist eine Komposition zweier Berichte aus dem Mk-Evangelium. Das Bild zeigt in der unteren Hälfte den Vater mit seinem epileptischen Sohn, wie er die Jünger Jesu um Hilfe anfleht, wie wir wissen, vergeblich. Die obere Hälfte vermittelt die Verklärung Jesu auf dem Berg: Elia und Moses stehen an seiner Seite. Für Raffael gehören die beiden ‚Bilder‘ zusammen: Das endlose Leid der Welt und die Herrlichkeit des Christus mit dem offenen Himmel. Leider hat man im Laufe der Zeit diese beiden Tatsachen getrennt. In dem Museum in Rom, wo das Bild Raffaels hängt, kann man ein Andachtsbild erweben, leider ist nur die obere Hälfte wiedergegeben. Der amerikanische Epilepsieforscher W. Lennox hat das gleiche Bild seinem großen Werk über Epilepsie vorangestellt, aber nur die untere Hälfte! (Materialdienst EZW 12/02)
Ein Kunstwerk getrennt
Bibelreferenzen: Markus 9,3, Markus 9,18, Lukas 9,29, Lukas 9,39, Matthäus 17,2, Matthäus 17,15
Schlagwörter: Falsche Vorstellungen von Gott, Gottesbild
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