Ein wackerer schwäbischer Stundenhalter, der Glemser Marte, litt öfters unter Kleinglauben. Einmal klagte er vor einigen Brüdern über sein ‚elendes Christentum‘. Da unterbrach ihn einer mit den Worten: Ich möchte dir dein schlechtes Christentum abkaufen, was verlangst du dafür? Er dachte eine Weile nach und sagte dann: Was ich verlange? O, wenn du mir den ganzen Tisch mit Gold überhäufen, ja die ganze Stube damit füllen wolltest, so gäbe ich es noch lange nicht her! Lächelnd erwiderte darauf der andere: So, so, da muss doch etwas daran sein. Auch Marte schaute jetzt wieder fröhlicher drein. (F. Baun, Christlicher Beispielschatz, Steinkopf Stuttgart ,1928)
Verkauf mir dein schlechtes Christentum!
Schlagwörter: Anfechtung, Verführung
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