Später fing auch Joachim von Ribbentrop (Mitglied des politischen Stabes, des Führers Außenminister) an, in der Bibel zu lesen. Ich hörte, wie Ribbentrop seine Frau versprechen ließ, die Kinder in der „Furcht des Herrn“ zu erziehen. – Als erster trat Ribbentrop den Gang zum Galgen an. Bevor er die Zelle verließ, äußerte er sich: »Ich vertraue auf das Blut des Lammes, das der Welt Sünde trägt.« Er bat Gott, seiner Seele gnädig zu sein. Dann kam der Befehl, in den Hinrichtungsraum zu gehen. Seine Hände waren gefesselt. Er stieg die 13 Tritte, die zum Platz der Hinrichtung führten, hinauf und musste dann seinen Namen angeben. Dann bekam ich die Gelegenheit, ein letztes Gebet zu sprechen und …, er war nicht mehr. (M. Priebe)
Nürnberger Prozess: Von Ribbentrop
Schlagwörter: Erneuerung des Menschen, Kindererziehung, Kinderarbeit, Sonntagsschule, Letzte Worte, Gebet um Gnade
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