Von Stanley Jones gefragt, was zu tun sei, damit das Christentum in Indien heimisch werde, antwortete Mahatma Gandhi: „Als Erstes würde ich raten, dass Sie Christen, alle miteinander, anfangen müssen, wie Jesus Christus zu leben.“ Ich wusste, dass mich mit seinen Augen die dreihundert Millionen Indiens anblickten und sagten: „Wenn Ihr in dem Geiste Eures Meisters zu uns kommen wollt, können wir Euch nicht widerstehen.“ Nie erging ein größerer Ruf an den Westen, als dieser, und nie ist er mit größerer Aufrichtigkeit zum Ausdruck gekommen. „Zweitens“, sagte er, „würde ich den Rat geben, dass Sie Ihre Religion in die Tat umsetzen, ohne ihr Gewalt anzutun und sie herabzusetzen.“ Gandhi fordert uns auf, den anderen nicht ein abgeschwächtes Evangelium zu bringen. Was tun wir? Wie es einer ausgedrückt hat: Wir impfen der Welt eine sanfte Abart des Christentums ein, so dass sie jetzt gegen das wirkliche Christentum nachgerade immun ist. „Drittens würde ich vorschlagen, dass Sie den Nachdruck auf die Liebe legen, denn die Liebe ist der Mittelpunkt und die Seele des Christentums.“ Er meinte nicht die Liebe als ein Gefühl, sondern die Liebe als eine schaffende Kraft, als die eine wirkliche Kraft im sittlichen Universum, und er wollte, dass sie ihre Anwendung fände bei den Einzelnen und Gruppen und Rassen und Nationen, als die einigende Kraft und die Erlösung der Welt.
Gandhis Rat an das Christentum
| Quelle | Haug, Martin: Er ist unser Leben (Verlag von J.F.Steinkopf in Stuttgart, 1941) |
|---|---|
| Ort in Quelle | 447 |
Ähnliche Produkte
Inschrift eines Leuchtturms
Licht zu geben, Leben zu retten, so lautet eine Inschrift an einem Leuchtturm. Könnte es einen besseren Wahlspruch für einen…Schlagwörter: Ausstrahlen des Christseins | Zeugnis
Der beste Arbeiter im Geschäft
Ein junger Mann bat seinen Pfarrer um eine Reichgottesarbeit neben seinem täglichen Beruf. Da es sich aber herausstellte, dass er…Schlagwörter: Ausstrahlen des Christseins | Zeugnis


Aberglaube / Spiritismus / Wahrsagerei / Zauberei