Im 16. Jh. stritten zwei Gelehrte über den Wert der antiken Dichtung. Einer bezeichnete sie als unübertroffen. Henry Stephanus, der gerade an einem Kommentar zu den Psalmen arbeitete, bat den Gelehrten, doch auch die hebräischen Psalmen in die Überlegung mit einzubeziehen. Der Altphilologe lachte: „Alles primitiv und roh!“ Dann las ihm Stephanus den 104. Psalm vor. Er musste zugeben, dass er diese hebräische Dichtung ganz unterschätzt hatte. (nach Petersen, Psalmen, Lieder des Lebens, Hänssler 2001)
Alles primitiv und roh!
Bibelreferenz: Psalm 104,1-35
Schlagwörter: Altes Testament, Gesetz, Heidentum
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