Woran Gottesdienstbesucher denken

Ein reicher Mühlenbesitzer hatte die Hälfte der zum Bau einer Kirche erforderlichen Summe geschenkt. Als man ihn nach Schluss der Einweihungspredigt, der er beigewohnt hatte, fragte, was er davon sage, gab er zur Antwort: „Ach, ich habe überhaupt nicht gehört, was der Pastor sagte. Meine Gedanken beschäftigten sich mit dem Rauminhalt der Kirche und ich berechnete, wie viel Spindeln ich in diesem Gebäude aufsetzen könnte, wenn es eine Baumwollspinnerei wäre.“ Eine Dame bekannte, sie habe während der Predigt sich überlegt, wen sie im Laufe der Woche zum Mittagessen zu sich einladen könne. Ein Mann, der erst kürzlich Versicherungsagent geworden war, erzählte nachher, er habe sich während der Predigt die Leute von den Gottesdienstbesuchern gemerkt, zu denen er gut gehen könne, um sie für seine Versicherungsgesellschaft zu gewinnen.

Quelle

Witt, Dietrich: Der ewig reiche Gott (Verlag Wilhelm Froese, Berlin-Steglitz)

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