Wir leben in einer Zeit, in der viele Personen sich selber zu Führern erklären und mit der Einladung vor uns treten: »Folget mir!« Wir müssen sehr vorsichtig sein und prüfen, ob die Lehrer, denen wir folgen, auf dem richtigen Wege sind. Es kann uns leicht passieren wie jener alten Frau, die an der Ecke einer Straße stand und zögerte, die Straße zu überqueren, weil an dieser Kreuzung keine Ampel war, und der Verkehr sehr stark war. Als sie dort wartete, kam ein Mann zu ihr mit der Frage: »Kann ich mit Ihnen die Straße kreuzen?« Erleichtert dankte sie dem Manne und fasste seinen Arm. Der Weg, den die beiden jetzt gingen, war alles andere als sicher. Der Mann wurde selbst unsicher, als er sich mit der Frau in einem Zick-Zack durch den Verkehr schlängelte. »Sie haben uns beinah getötet«, erklärte die Frau ärgerlich, als sie endlich den Bürgersteig der anderen Seite erreichten, »sie gingen ja wie ein Blinder«. »Ich bin es auch«, gab der Mann zur Antwort, »darum fragte ich ja, ob ich mit Ihnen die Straße kreuzen könnte«.
Ein blinder Führer
Bibelreferenz: Matthäus 15,14
Schlagwörter: Hoffnungslosigkeit der Verlorenen, Verlorenheit, Hoffnungslosigkeit
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