James Denny wies auf eines der verblüffendsten Dinge dieses Lebens hin, nämlich, dass die schönsten und hilfreichsten Eigenschaften – am richtigen Ort und in richtiger Weise kontrolliert eingesetzt – zu den verdorbensten und zerstörerischsten werden, wenn sie außer Kontrolle geraten. „So wie ein sich selbst überlassenes Feuer herumtobt und alles verwüstet, was ihm in den Weg kommt, aber in vorgegebenen Grenzen gehalten unsere Häuser wärmt und unser Essen kocht, unsere Städte beleuchtet und unsere Lokomotiven antreibt, oder so wie Wasser in einer Flut Bäume entwurzelt, Häuser wegspült und die Ernte von den Feldern wegschwemmt, aber zwischen zwei Ufern eingegrenzt Mühlenräder antreibt, Frachtschiffe trägt und das Auge durch den ruhigen Fluss oder freien Fall erfreut, so können genau die Qualitäten, die, wenn sie nicht reguliert werden, das Leben vergeuden und brutalisieren, der schönste Schmuck sein – wenn sie unter die Kontrolle der Mäßigkeit gestellt werden.“ So kann es passieren, dass ein redegewandter Mensch zu einem lästigen Gesellen wird. Ein feines, empfindsames Temperament kann sich in blanken Wahnsinn verwandeln. Sexualität, etwas Wunderschönes am gebührenden Platz, kann schnell in totale Brutalität ausarten.
Ohne Kontrolle wird das Beste zum Schlimmsten
Schlagwörter: Disziplin, Selbstbeherrschung, Pflichtbewusstsein
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