Zitate aus: Demut – die vergessene Tugend

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Wayne Macks Buch „Demut – die vergessene Tugend“ bietet eine gründliche biblische Auseinandersetzung mit Stolz und Demut. Hier ein paar Kostproben.

Seite 17:

Bei einer bestimmten Gelegenheit wurde Augustinus gefragt: „Welches ist die wichtigste Eigenschaft im Leben eines Christen?“ Augustinus antwortete: „Demut.“ Darauf fragte die Person: „Welches ist die zweitwichtigste Eigenschaft im Leben eines Christen?“ Wieder antwortete Augustinus: „Demut.“ Dieselbe Person fragte ein drittes Mal: „Welches ist die drittwichtigste Eigenschaft im Leben eines Christen?“ Augustinus wiederholte: „Demut.“
Anhand dieser Unterhaltung können wir sehen, dass Augustinus die Demut für einen äußerst wichtigen Teil des Lebens eines Christen hielt. Man könnte darüber streiten, ob die Demut – oder irgendeine andere bestimmte Eigenschaft eines Christen – eine höhere Stellung haben sollte als andere; Gottes Wort macht es jedenfalls sehr deutlich, dass die Demut für Gläubige extrem wichtig ist.

Seite 36/37:

Mein Schwiegervater zum Beispiel ist Rechtsanwalt und hatte einmal Klienten, denen er dabei helfen sollte, sich um den Besitz eines verstorbenen Verwandten zu kümmern. Seine Klienten waren die Begünstigten des Testaments und baten meinen Schwiegervater, etwas Illegales zu tun, damit sie nicht die gesamte Erbschaftssteuer zu zahlen brauchten. Weil ihm aber die Gesetze Gottes und seine eigene Integrität wichtig waren, weigerte sich mein Schwiegervater zu tun, was sie von ihm verlangten. Das Resultat seines Gehorsams Gott gegenüber war, dass er einige seiner langjährigen Klienten verlor.

Seite 51:

In unserer Welt gilt der Stolz als ein erstrebenswerter Charakterzug. Die Menschen sind stolz auf ihre Nationalität, stolz auf ihre Positionen, stolz auf ihre Sportteams und sogar stolz auf ihre besten Schüler. Die Bürger der Vereinigten Staaten sind „stolz darauf, Amerikaner zu sein“. Ein bedeutender Aspekt des Lebensmottos der Homosexuellen ist Stolz. Es scheint, jeder ist stolz auf irgendetwas… und stolz darauf!
Dies wurde mir bestätigt, als ich im Internet eine Schnell-Suche zu dem Wort „Stolz“ durchführte. Webseite für Webseite wurde der Stolz als etwas positives und lobenswertes präsentiert. Natürlich kann man das Wort „Stolz“ im guten Sinne gebrauchen um Selbstrespekt oder eine positive Einstellung zu seiner Überzeugung zu definierten. Es wird jedoch zunehmend sichtbar, dass sich unsere Welt von der Vorstellung weit entfernt hat, dass der Stolz etwas sehr Zerstörerisches und Böses sein kann. Vielmehr hat es heute den Anschein, dass das einzige Böse, dass man mit Stolz in Verbindung bringt, darin besteht, keinen Stolz zu besitzen oder den Stolz eines anderen Menschen zu zerstören.

Seite 52-54:

Im Lauf der Kirchengeschichte haben sich auch andere bekannte Christen in gleicher Weise über den Stolz geäußert. Johannes Chrysostomos hat einmal gesagt, dass der Stolz „der Inbegriff alles Bösen“ ist. Amy Carmichael, eine langjährige Missionarin in Indien, sagte: „Leute, die zu viel von sich selbst halten, denken nicht weit genug.“

Thomas Watson schrieb: „Der Mensch ist von Natur aus ein stolzes Stück Fleisch. Diese Sünde liegt uns im Blut, aber die Gottesfürchtigen lassen sich nicht darauf ein. Unsere Ur-Eltern sind durch ihren Stolz gefallen. Sie strebten danach Gott gleich zu sein. Der Same des Stolzes schlummert in den Besten unter uns, aber die Gottesfürchtigen lassen sich nicht darauf ein. Sie bemühen sich die Wurzel des Stolzes durch Selbstkasteiung abzutöten. Aber dort, wo diese Sünde vorherrscht und regiert, kann sie es neben der Gnade sicher nicht aushalten. Genauso gut wie man einen Menschen mit einem Mangel an Taktgefühl als umsichtig bezeichnen kann, so könnte man auch jemanden, der keine Demut besitzt, gottesfürchtig nennen… Ein Mangel an jeder beliebigen anderen Eigenschaft ist besser als ein Mangel an Demut. Es ist besser, keine Gaben zu haben als keine Demut. Nein, es ist sogar besser, keine ‚Geistesgaben‘ zu besitzen als keine Demut zu haben.“

Der große Prediger Charles Spurgeon sagte über den Stolz:

„Ich muss versuchen, Euch den Stolz zu beschreiben. Er ist die schlimmste Missbildung aller grässlichen Dinge in der gesamten Schöpfung. Er hat nichts Angenehmes an sich, keine Ausgewogenheit, sondern reines Chaos. Er ist das genaue Gegenteil davon, wie Gott seine Geschöpfe gemacht hat, nämlich rein und heilig. Der Stolz ist der Erstgeborene Sohn der Hölle. Er ist wirklich genauso wie sein Vater, ganz unsauber und widerlich und besitzt weder Gestalt noch Anstand oder Schicklichkeit. Der Stolz ist eine bodenlose Angelegenheit; er steht auf sandigem Untergrund, oder schlimmer als das: Er stellt seinen Fuß auf Rauchschwaden, die unter seinen Schritten nachgeben. Oder noch schlimmer: Er steht auf Blasen, die unter seinen Füßen sofort zerplatzen. Gerade der Stolz bietet am allerwenigsten einen festen Stand. Auf der ganzen Welt hat er keinen sicheren Felsen, um sich darauf niederzulassen. Für fast alles haben wir unsere Gründe, aber wir haben keinen Grund stolz zu sein. Stolz sollte für uns etwas ganz Unnatürliches sein, denn wir haben nichts, worauf wir stolz sein könnten.“

Und C. S. Lewis hat einmal behauptet:

„Wenn Demut die größte christliche Tugend ist, dann ist Stolz die größte Sünde: Es gibt ein Laster, von dem sich kein Mensch der Welt frei sprechen kann, das jeder verabscheut, wenn er es bei jemand anderem sieht. Aber kaum ein Mensch – abgesehen von Christen – kann sich vorstellen, dass er selbst diese Sünde begeht. Die Einzigen, die es nicht so sehen, sind Christen. Es gibt keine andere Schwäche, die einen noch unbeliebter machen kann, keine Schwäche, die uns noch stärker auffällt. Und je stärker wir selbst davon betroffen sind, desto mehr missfällt sie uns bei anderen. Die Lehrer des Christentums sind der Meinung, dass der Stolz das schlimmste Laster, das größte Übel ist. Unkeuschheit (Untreue), Wut, Gier, Trunkenheit und all das sind nur kleine Flohbisse im Vergleich dazu. Durch den Stolz ist der Teufel zum Teufel geworden. Stolz führt weiter zu jeder anderen Sünde. Er ist eine direkt gegen Gott gerichtete Geisteshaltung. Die Welt mag denken, dass Stolz eine bewundernswerte Eigenschaft ist, aber das Wort Gottes und viele gottesfürchtige Lehrer des Wortes sind sich offensichtlich darin einig, dass der Stolz eine böse und abscheuliche Sache ist, die aus unserem Leben ausgerottet werden muss.“

Quelle

CMV (Bielefeld)

URL

https://cmverlag.de/produkt/demut-die-vergessene-tugend/

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